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Borussia Mönchengladbach
Große Worte, große Taten

Granit und Taulant Xhaka umarmen sich nach dem Spiel
Granit und Taulant Xhaka umarmen sich nach dem Spiel FOTO: ap, AF FP
Ganz so weit, wie der große alte Schwede Zlatan Ibrahimovic hat es Granit Xhaka bei Borussia noch nicht geschafft. "Ich kam als König und gehe als Legende", ließ Ibrahimovic zu seinem Abschied bei Paris Saint Germain wissen. Xhaka, 23, machte es ein bisschen kleiner, aber mit einem Selbstbewusstsein, das dem schwedischen Exzentriker gefallen dürfte: "Ich weiß nicht, ob Gladbach jemals wieder so einen Spieler haben wird wie mich", wurde er zumindest im Zuge seines Wechsels zum FC Arsenal zitiert.

Markige Sprüche sind ein Markenzeichen des Schweden, aber auch von Granit Xhaka, der indes, schon von Alterswegen (elf Jahre jünger), eine Light-Version von Ibrahimovic ist. Was den 34-Jährigen ausmacht: Er lässt großen Worten meist große Taten folgen (im EM-Spiel gegen Irland leitete er immerhin das 1:1 ein). Eben dies hat Xhaka auch in Gladbach gelernt. Anfangs gab es große Worte, aber zu wenig Leistung – am Ende waren Xhakas Ansagen zielführend und er unterfütterte sie auf dem Rasen.

Was die EM angeht, hat er mit der Schweiz Großtaten angekündigt. Das 1:0 gegen Albanien war spielerisch aber noch recht dünn- da muss mehr kommen, um als Überraschungsteam in Frankreich herhalten zu können. Xhaka war im Bruderkampf zurückhaltend, wohl auch, um die eigenen Emotionen zu kanalisieren. Heute gegen Rumänien will er die Bremse lösen. Xhaka will am liebsten als EM-Held seinen Dienst bei Arsenal antreten. Was jedoch die Held-Werdung angeht, ist Zlatan Ibrahimovic der Prototyp. Und wird wohl unerreicht bleiben.

Quelle: RP
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