| 15.38 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Aufgabe: Heimsieg statt Horrorshow

Übersicht: Borussias längste Siegesserien zu Hause
Übersicht: Borussias längste Siegesserien zu Hause
Mönchengladbach. Wer an das Heimspiel gegen den Hamburger SV in der vergangenen Saison denkt, den packt das kalte Grausen: Dieser Abend des 11. September 2015 war Nightmare-Freitag-der-13.-Amityville-Horror-Kettensägenmassaker-Halloween in einem, der reinste Horror, eine 90 Minuten lange Depression. Von Karsten Kellermann

0:3 ging die Partie verloren, zudem verletzte sich Martin Stranzl, gerade als Hoffnungsträger zurückgekehrt, schwer. Eine Woche später war klar: Es war zugleich das letzte Heimspiel von Lucien Favre. Der Erfolgstrainer trat nach dem folgenden 0:1 in Köln zurück. Das Spiel gegen den HSV war eines der bittersten der vergangenen Jahre.

Die Zeit hat jedoch alle Wunden geheilt, Borussia ist mit dem neuen Trainer André Schubert trotz des traurigen Abends damals noch in die Champions League eingezogen. Und seit diesem HSV-Spiel gab es auch nur noch eine Heimniederlage, das war die gegen Dortmund im ersten Rückrundenspiel der vergangenen Spielzeit. Seitdem ist der Borussia-Park in der Bundesliga eine Festung, ansonsten kam nur der FC Ingolstadt im November 2015 noch zu einem Remis, der Rest der Gästeschaft verlor. Das indes muss auch so sein. Denn verlieren ist für Gladbach verboten im Heimspiel. Das liegt an der Auswärtsproblematik. Wer in der Fremde nicht viel holt, ist daheim zum Siegen verdammt. Dass der Ansatz einer mit Risiko ist, darauf hat Kapitän Lars Stindl jüngst zu Recht hingewiesen.

Bisher hat Borussia diesem Druck standgehalten. In der vergangenen Saison ist sie auf "einem" Bein (also nur mit Heimstärke) Vierter geworden, und zieht das bisher weiter durch: Nun gab es drei Heimspiele, und alle drei wurden gewonnen. Nach dem 0:4 auf Schalke muss die Serie weitergehen, wenn der Kontakt zur Spitzengruppe der Liga nicht abreißen soll. Da trifft es sich gut, dass es gegen den HSV noch etwas gutzumachen gibt, siehe das letzte Heimspiel. Es gibt also reichlich Motivation und eine klare Arbeitsvorgabe für Samstag: Keine Horrorshow soll es sein, sondern ein Heimsieg ohne Wenn und Aber.

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