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Borussias Mönchengladbach
Hannover hat nichts mehr zu verlieren

Stendel feiert Debüt auf der Trainerbank
Stendel feiert Debüt auf der Trainerbank FOTO: dpa, soe
Mönchengladbach. Es war ein kaum noch für möglich gehaltenes Lebenszeichen, das Hannover 96 in der Vorwoche ausgesendet hat. Von Thomas Grulke

Mit einem couragierten Auftritt und dem 2:2 bei Hertha BSC zeigten die Niedersachsen, dass sie sich keineswegs so sang- und klanglos aus der Bundesliga verabschieden wollen, wie es in den Wochen zuvor unter dem mittlerweile beurlaubten Coach Thomas Schaaf schon zu befürchten war. Mit Interimstrainer Daniel Stendel soll heute Abend (20.30 Uhr/Live-Ticker) gegen die Gladbacher auch die Negativserie im eigenen Stadion beendet werden.

TAKTIK Während Vorgänger Schaaf gerne mit zwei echten Sturmspitzen angreifen ließ, setzte Stendel in Berlin auf ein 4-2-3-1-System mit schnellen Außenbahnspielern und Hiroshi Kiyotake auf der Spielmacher-Position.

BESTE SPIELER Ohne Nationaltorwart Ron-Robert Zieler wäre es für das Tabellenschlusslicht in der laufenden Saison sicherlich des Öfteren noch schlimmer gekommen. Und Regisseur Kiyotake bewies in Berlin mal wieder, dass er mit seinen Zuspielen und Standards für die nötige Torgefahr sorgen kann.

LETZTES AUFEINANDERTREFFEN Das bislang letzte Gastspiel der Gladbacher in Hannover liegt bereits 18 Monate zurück. Damals siegte Borussia 3:0 - Max Kruse (2) und Granit Xhaka trafen. Seitdem siegten die Gladbacher zuhause zweimal gegen 96 (2:0 und 2:1).

STÄRKEN Hannover hat bei satten zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz im Grunde nichts mehr zu verlieren und wirkte in Berlin wieder deutlich lebhafter als in der Endphase unter Schaaf.

SCHWÄCHEN Die Heimbilanz der Niedersachsen ist desaströs. Zwölf der bisherigen 14 Partien gingen verloren, zuletzt gab es daheim sieben Pleiten am Stück. Zudem spielt sich keine Mannschaft weniger Chancen heraus und schießt weniger Tore als 96.

TRAINER Bis zum Saisonende soll es Daniel Stendel (42) richten. Bislang hatte der ehemalige 96-Stürmer bei den Niedersachsen die U 19 trainiert. Für den Neustart in der Zweiten Liga sucht Hannover indes eine externe Lösung.

Quelle: RP
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