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Borussia Mönchengladbach
Borussia hat das nächste Endspiel in Europa

Celtic - Borussia: die Bilder des Spiels
Celtic - Borussia: die Bilder des Spiels FOTO: ap, SH PG
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach kann mit einem Sieg am Dienstag gegen Celtic Glasgow einen großen Schritt machen. Der wäre auch gut fürs Gemüt, denn in der Bundesliga läuft es nicht so recht. Von Karsten Kellermann

Borussia Mönchengladbach weiß, wie es geht mit dem Torschuss. Zumindest unter der Woche. Wenn DFB-Pokal ist. Oder, wie jetzt, Champions League. Zwei Siege und 4:0 Tore, das ist die Bilanz der vergangenen Wochen in den beiden Sekundär-Wettbewerben. Das 2:0 gegen den VfB Stuttgart in der vergangenen Woche sicherte das Überwintern im Pokal plus eine Million Euro, die das Erreichen des Achtelfinals einbringt. Eine Woche zuvor hat das 2:0 bei Celtic Glasgow für eine höchst brauchbare Ausgangsposition für den Dienstagsbend gesorgt, wenn die Schotten nach Gladbach kommen zum nächsten Endspiel in Europa.

"Wenn wir Celtic schlagen, sind wir definitiv Dritter und sind über den Winter hinaus in Europa dabei", sagte Sportdirektor Max Eberl. Borussia hätte dann, wenn Celtic nicht ein Wunder schaffen und Manchester City und den FC Barcelona schlagen würde, mindestens die Zwischenrunde in der Europa League gebucht - was bis zu vier Millionen Euro bringen würde. Zudem bliebe die Chance, mit guten Ergebnissen gegen City und beim FC Barcelona sogar noch Zweiter in der Vorrunden-Gruppe der Champions League zu werden und sich damit erstmals für das Achtelfinalezu qualifizieren. Neben Ruhm und Ehre würde das bis zu neun Millionen Euro in die Kasse spülen.

Doch ein erneuter Erfolg gegen Celtic hätte auch noch einen anderen Aspekt. Er wäre gut fürs Gemüt. Denn es gibt ja auch noch die Bundesliga, und da haben die Borussen aktuell "eine mühsame Phase", wie Eberl sagt: Das 0:0 gegen Eintracht Frankfurt war das vierte Spiel am Stück ohne Sieg, die Gladbacher sind 374 Minuten ohne Tor. Die Hessen zogen ein enges Abwehrnetz auf, gegen das den Borussen die nötigen Ideen fehlten, wie Lars Stindl gestand. "Es ist eine schwierige Situation in der Liga, dessen sind wir uns bewusst, darum wollten wir es gegen Frankfurt auch wieder schaffen, in die richtige Richtung zu gehen. Das ist uns nicht gelungen. Wir müssen in den nächsten Wochen wieder mehr Punkte holen, um wieder in andere Regionen zu kommen", sagte der Kapitän. "Eine Krise sehe ich definitiv nicht", stellte Eberl klar. Trotzdem weiß er, dass "es schwierig ist, wir machen kein Tor und haben wenige Chancen".

Die Champions League ist indes eine Art Wohlfühloase für die Gladbacher. Während die Erfolge der vergangenen Jahre die Ansprüche in der Bundesliga deutlich haben steigen lassen, werden die Borussen auf der ganz großen europäischen Bühne noch mit einem gewissen Welpenschutz behandelt. Nach dem 1:2 gegen den FC Barcelona gab es trotz der bislang einzigen Heimniederlage dieser Saison gute Kritiken, und das 2:0 in Glasgow wurde hoch gelobt. "In dem Wettbewerb werden wir positiv wahrgenommen. Diese positive Stimmung wollen wir nutzen, um wieder Tore zu machen und zu gewinnen", skizzierte Eberl den Arbeitsauftrag für morgen Abend, der da heißt: Celtic besiegen.

Allerdings warnte Mittelfeldspieler Christoph Kramer davor, aus dem 2:0 im ersten Vergleich mit den kampfstarken Schotten falsche Schlüsse zu ziehen. "Wir haben ein ganz schweres Spiel vor der Brust. Das Hinspiel war richtig gut, aber die Situation ist jetzt ganz anders", merkte der Mittelfeldspieler an. "Wir können einen riesengroßen Schritt tun, für ein Ziel, das nicht selbstverständlich ist, nämlich in beiden Pokalwettbewerben zu überwintern", sagte Kramer. Um das zu schaffen, braucht es aber die Selbstverständlichkeit vor dem Tor, die in der Bundesliga fehlt. Sich diese in der Champions League zurückzuholen, "wäre natürlich gut", sagte Kramer.

Quelle: RP
 
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