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Borussia Mönchengladbach
Borussia hat zu viele Lücken

Analyse: Wie es in Hamburg den Bach runter ging
Analyse: Wie es in Hamburg den Bach runter ging FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Eine aus dem US-Sport herrührende Redewendung besagt "Offense wins games, defense wins championchips" (auf deutsch etwa: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften). Mit Blick auf Borussias Duell mit dem 1. FC Köln im Borussia-Park könnte man derweil getrost "Meisterschaften" durch "rheinische Derbys" ersetzen. Von Stefan Klüttermann

Denn seit der FC 2014 mit Peter Stöger in die Bundesliga zurückkehrte, wurde das Derby jeweils über die bessere Defensive entschieden: Im September 2014 erspielten zwei Bollwerke ein 0:0, vor einem Jahr machte Köln einen Fehler, und Granit Xhaka schoss den 1:0-Sieg heraus, und in der Hinrunde bedeutete Anthony Modestes Treffer ein 1:0 für den FC.

Ob es Gladbach dieser Tage indes so recht kommt, dass die Defensive derart im Fokus steht, darf bezweifelt werden, denn zuletzt war es allzu einfach, gegen André Schuberts Team viele Torchancen und auch oft genug ausreichend Tore für einen Sieg zu fabrizieren. Der Spektakel-Fußball, mit dem Schubert Borussia aus dem Keller zurück in Europapokalgefilde geführt hatte, offenbart inzwischen zu viele Lücken in der eigenen Hälfte.

Das bestreitet Schubert auch gar nicht, so gab er mit Blick auf das 2:3 in Hamburg zu, "dass wir defensiv nicht konsequent und konzentriert genug waren. Daher ist es wichtig, dass wir am Wochenende wieder auf die Basics zurückgreifen". Aber von seiner offensiven, hoch pressenden Spielidee will er wegen erster Kritik an den vielen Gegentoren noch lange nicht abrücken. Doch sollte Köln erstmals seit 1990 wieder beide Derbys in einer Saison gewinnen, könnte genau diese Kritik schnell lauter werden.

Quelle: RP
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