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Borussia Mönchengladbach
Jede Position ist vierfach besetzt

Borussia Mönchengladbach ist auf jeder Position vierfach besetzt
Borussias Trainer André Schubert. FOTO: dpa
Mönchengladbach. Dass André Schubert mit Blick auf die neue Saison angedeutet hat, eine Startelf nach herkömmlicher Definition werde es nicht mehr geben, sondern eine jeweils auf Spielidee und Gegner ausgelegte Auswahl von elf Spielern, erzeugte natürlich ein gewisses Echo. Von Stefan Klüttermann

Doch letztlich vollzieht Borussias Trainer mit dieser Ansage nur den Schritt, den ihm der zur Verfügung stehende Kader nahelegt. Denn dieser Kader ist über den Sommer noch einmal stärker in der Breite geworden, ja, nie zuvor dürfte es in Gladbach eine derartige Ansammlung von guten Spielern gegeben haben, die mit Blick auf Position und Mannschaftstatik so flexibel einsetzbar sind. De facto hat Borussia auf dem Papier jede Position mindestens vierfach besetzt.

Der Spielplan 2016/17

In Martin Stranzl und Roel Brouwers verlor Borussia zwei reine Innenverteidiger, in Branimir Hrgota einen reinen Zentrumstürmer. Granit Xhaka war aus dem Zentrum nicht wegzudenken, einzig Havard Nordtveit war vielseitig verwendbar. Dafür kamen Tobias Strobl und Jannik Vestergaard (Innenverteidigung und Mittelfeld), Christoph Kramer, der in der Vorsaison in Leverkusen auch mal Innenverteidiger gespielt hatte, in Lászlo Bénes ein vielseitiges Offensivtalent und in Mamadou Doucouré ein Innen- und Linksverteidiger. Macht unter dem Strich ein deutliches Plus an viel beschworener Polyvalenz beim Personal.

Und so muss man mit Blick auf das längst etablierte 3-4-3-System nicht einmal logische Doppel-Verwendungsmöglichkeiten von Profis nennen, - klar können Traoré, Hazard oder Johnson auf beiden Flügeln agieren - um jede Position mindestens vierfach besetzen zu können. Ein Test für das 4-4-2 führt zum selben Ergebnis.

Tor-Festival beim ersten Test in Rhede FOTO: Dirk Päffgen

In einer Saison mit möglichst langer Dreifachbelastung lässt sich so für Schubert die Belastung optimal steuern, zum anderen kann er über das Personal Nuancen wie komplette Ausrichtung eines Matchplans variieren. "Wir werden situativ entscheiden, welches die beste Elf ist, um einen Gegner zu bespielen. Daher wird es während der gesamten Saison einen offenen Konkurrenzkampf geben", hatte Schubert in der Vorwoche angekündigt. Es ist ein Konkurrenzkampf im vielseitigsten Kader in Borussias Historie.

Das sind die Optionen im 3-4-3:

Alle Trikots von Borussia Mönchengladbach seit 2003 FOTO: dpa, lus jai nic

Torwart: Sommer,Sippel, Heimeroth, Nicolas

Dreierkette links: Dominguez, Doucouré, Wendt, Ndenge

Dreierkette innen: Vestergaard, Strobl, M. Schulz, Kramer

Dreierkette rechts: Christensen, Elvedi, Jantschke, Korb

Linkes Mittelfeld: Wendt, Traoré, N. Schulz, Hofmann, Dominguez

Sechser links: Dahoud, Christensen, Vestergaard, Jantschke

Sechser rechts: Kramer, Strobl, M. Schulz, Ndenge

Rechtes Mittelfeld: Johnson, Herrmann, Hazard, Korb, Hahn

Angriff links: Stindl, Drmic, Bénes, Hofmann

Angriff zentral: Raffael, Hazard, Hofmann, Dahoud

Angriff rechts: Hazard, Herrmann, Hahn, Hofmann


 

Quelle: RP
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