| 14.18 Uhr

16-Jähriger aus Australien
Eberl bestätigt "großes Interesse" an Talent Italiano

Borussia Mönchengladbach: Jacob Italiano aus Australien soll kommen
Borussias sportdirektor Max Eberl findet Talente immer häufiger im Ausland. FOTO: dpa, jai
Mönchengladbach. Die Jugendarbeit der Profiklubs wird immer internationaler, wobei es in diesem Fall bei Borussia heißen müsste: Die Suche nach Top-Talenten wird immer internationaler. Doch auch zwei Talente aus der A-Junioren-Bundesliga sollen kommen. Von Jannik Sorgatz

Der Klub hat im vergangenen Sommer Michael Cuisance aus Frankreich (AS Nancy) geholt, Julio Villalba (Cerro Porteno) aus Paraguay und Reece Oxford (West Ham United) aus England ausgeliehen. Für die U17 kam Noah Eyawo von Sturm Graz, der ins Nachwuchsinternat gezogen ist. Dort dürfte im Juli 2019 auch der heute noch 16-jährige Jacob Italiano erst einmal unterkommen. 

Sportdirektor Max Eberl bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion einen Bericht des Senders SBS aus Australien. "Wir dürfen ihn erst mit 18 verpflichten, aber es ist richtig, dass wir sehr, sehr großes Interesse an ihm haben", sagte Eberl über den offensiven Mittelfeldspieler, der bereits fünf Profispiele für Perth Glory absolviert hat.

"Wir müssen schauen, wo Nischen sind", sagte Eberl mal in einem Interview mit unserer Redaktion, Australien scheint so eine zu sein. "Mit Kwame Yeboah haben wir einen Australier im Haus und mit Mathew Leckie damals einen Spieler geholt, der heute bei Hertha spielt", rief der Manager in Erinnerung. "Es ist auf jeden Fall ein Markt, den wir kennen, und Jacob Italiano ist ein Spieler, den wir kennen." Italiano, Geburtsdatum 30. Juli 2001, dürfte nach Erreichen der Volljährigkeit erst einmal in der U23 zum Einsatz - anders als der Paraguayer Villalba wäre er für die auch spielberechtigt. Beraten wird Italiano übrigens von John Grimaud, der auch die Australier Robbie Kruse, Mitch Langerak und den erwähnten Leckie vertritt.

Den jugendlichen Weg hat Gladbach auch in der Hinrunde wieder unterstrichen. Insgesamt fünf Teenager kamen zum Einsatz, genau so viele wie beim 1. FC Köln, nur Borussia Dortmund gab sechs eine Chance in der Bundesliga.

Der polnische Junioren-Nationalspieler Dominik Steczyk hat derweil nach Informationen des SID sowohl von der Borussia als auch vom polnischen Erstligisten Gornik Zabrze ein Profi-Angebot vorliegen. Steczyk kam in der aktuellen Saison der A-Junioren-Bundesliga bislang in 13 Spielen für den VfL Bochum auf sechs Tore und drei Vorlagen. Er könnte somit genau wie Justin Steinkötter, Top-Torschütze in der A-Junioren-Bundesliga, die strauchelnde Gladbacher U19 verstärken. Wie die "Westfälischen Nachrichten" berichten, habe Borussia das Werben um den Stürmer von Preußen Münster gewonnen.

 
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