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Borussia Mönchengladbach
Vestergaard bekommt Brouwers' Nummer 4

Porträt: Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln
Porträt: Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Jannik Vestergaard ist Borussia Mönchengladbachs dritter Neuzugang für die Saison 2016/17. Der Innenverteidiger kommt von Werder Bremen und wird als 16. Däne für den VfL auflaufen. Vestergaard unterschrieb am Freitag einen Vertrag bis 2021. Von Jannik Sorgatz

Zwei Monate lang war der 1,99-Meter-Mann mehr oder minder heiß bei der Borussia gehandelt worden. Nach dem Ende der Bundesligasaison wurden Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers auf der Bremen Geschäftsstelle gesichtet, just an jenem Tag tauschte Werder seine sportliche Leitung aus. Mit Vestergaard hatte man sich längst geeinigt, nun führte auch der Poker mit Frank Baumann zu einem erfolgreichen Ende. 

"Ich habe ihn mal in der Grotenburg mit der dänischen U19 gegen Deutschland gesehen. Da haben wir schon notiert: 'Sehr interessanter Verteidiger.' Aber da war er schon in Hoffenheim und ein Wechsel für uns nicht zu realisieren", sagte Eberl auf der Pressekonferenz am Freitag. "Wenn die erste Chance verstreicht, gibt es im Fußball eine zweite. Wir sind sehr froh darüber, dass es jetzt geklappt hat." Auch der Spieler freut sich: "Es hat von Anfang an Sinn gemacht. Borussia ist ein großer Verein mit einer großen Geschichte, der sich große Ziele setzt. Ich war der Meinung, dass ich bereit bin, diesen Schritt zu machen", sagte Vestergaard.

Borussia investiert damit weiter in die Zukunft, doch wie viel genau? "Ich kann keinen Preis nennen. Aber ich kann bestätigen, dass Jannik Vestergaard der teuerste dänische Spieler sein wird", ließ sein Berater Gordon Stipic in der dänischen Zeitung "Tipsbladet" verlauten. Das wären mehr als 13,5 Millionen Euro, so viel soll Tottenham Hotspur für Christian Eriksen von Ajax Amsterdam bezahlt haben. Eberl sagte, dass diese Aussage nicht wahr sei, "er ist nicht der teuerste Däne". Mindestens zehn Millionen Euro sollte der 23-Jährige ursprünglich kosten, nach Informationen unserer Redaktion sind es zunächst einmal elf Millionen.

Zweimal machte die Borussia in der vergangenen Saison unangenehme Erfahrungen mit Vestergaard. Er traf sowohl bei Werders 2:1-Heimsieg als auch im Pokal-Duell, als Gladbach mit 3:4 den Kürzeren zog. Das Liga-Rückspiel gewann die Mannschaft von Trainer André Schubert deutlich mit 5:1.

Vestergaards Mutter stammt aus Krefeld, ein Teil der Familie lebt deshalb am Niederrhein. "Ich habe in den vergangenen Wochen täglich eine SMS von meinem Cousin bekommen, der hier aus der Ecke kommt und in Borussias U14 spielt. Er wollte wissen, ob es klappt. Ich bin hier nicht aufgewachsen, aber es ist trotzdem ein wenig so, als ob ich nach Hause komme. Die Familie freut sich."

Vestergaard ist der dritte Neuzugang nach Tobias Strobl und Christoph Kramer, der dritte Mann für die Defensive der Borussia, die die Abgänge von Martin Stranzl, Roel Brouwers, Havard Nordtveit und Leihspieler Martin Hinteregger zu verkraften hat. Der ehemalige Hoffenheimer erhält Brouwers' Nummer 4.

(jaso)
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