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Borussia Mönchengladbach
Christensen: Kein Kauf, aber ...

Bilder: Das ist Andreas Christensen
Bilder: Das ist Andreas Christensen FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Max Eberl macht keinen Hehl daraus, dass er Andreas Christensen am liebsten langfristig binden würde. Kaufen werde Borussia Mönchengladbach ihn zwar wohl nicht, sagte der Spordirektor nun, ließ sich jedoch ein Aber offen. Von Karsten Kellermann

Andreas Christensen ist verletzt. Er fehlt auf unbestimmte Zeit, weil die Muskelverletzung im Gesäßbereich, die er sich zugezogen hat, kaum konkrete Prognosen zulässt. Wenn man so will, ist es in diesen Wochen ein Testlauf für die Zukunft. Eine mögliche Zukunft zumindest. Eine Zukunft ohne Andreas Christensen. Die wird es geben. Die Frage ist: Wann?

Formell frühestens ab Ende Juli 2017. So lange läuft der Leihvertrage des dänischen Verteidigers, den Borussia mit dem englischen Topklub FC Chelsea London abgeschlossen hat. Und danach? Dass die Borussen gern Christensens fixe Zukunft sein würden, hat Sportdirektor Max Eberl, der Christensen als künftigen Weltklassespieler einsortiert, längst kommuniziert. Er würde sogar eine Rekord-Ablösesumme zahlen. "Kaufen werden wir ihn wahrscheinlich eher nicht", sagte Eberl nun aber am Sonntag in der Debattierrunde "Sky 90". Doch Eberl ist ein hartnäckiger Kämpfer, wie früher als Spieler. Und er weiß, dass es immer ein Aber gibt. "Es wird ein hartes Stück Arbeit werden, aber ich habe trotzdem die Hoffnung, dass es etwas geben kann. Vielleicht gibt es ein anderes Modell. Er sagt natürlich, ‘wenn ich bei Chelsea Stammspieler werden könnte, dann gehe ich zurück'. Chelsea wird so einen Spieler nicht an Barcelona oder Bayern verkaufen. Dann ist auch ein anderer Weg durchaus denkbar", sagte Eberl. Und dieser Weg könnte dann Borussia sein. Die Verlängerung des Leihkontraktes oder etwas ähnliches. Eberl ist bekannt dafür, kreativ zu sein. Und hartnäckig.

Er weiß indes, dass die Entscheidung vor allem an der Stamford Bridge getroffen wird. "Wenn er auch nur die zwei Jahre bei uns war, war es eine großartige Geschichte. Er ist ein top Spieler", sagte Eberl etwas vorbeugend für den Fall, dass Christensen am Saisonende nach London zurückgerufen wird. Noch ist alles offen – doch Borussia wird neben dem Zukunftsplan mit Christensen auch einen ohne ihn entwerfen. so viel Realismus muss sein. Die Testphase für diesen Plan läuft.

(Karsten Kellermann)
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