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Borussia Mönchengladbach
Stindl ist der neue Kapitän

Porträt: Lars Stindl: Vielseitiger Profi und Führungsspieler
Porträt: Lars Stindl: Vielseitiger Profi und Führungsspieler FOTO: dpa, ve sab
Mönchengladbach. Zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der Saison steht fest: Lars Stindl wird die Borussia künftig als Kapitän auf den Rasen führen. Er wird damit Granit Xhakas Nachfolger.

Trainer André Schubert hat diese Personalie bestimmt und am Montag bekanntgegeben. "Lars ist ein sehr kommunikativer Typ, er genießt im Team und im Umfeld eine hohe Anerkennung. Er ist einer, der Probleme offen anspricht, und ist eine zentrale Figur auf dem Spielfeld." Stindl, der ohnehin einer der großen Favoriten gewesen war, hat in Oscar Wendt und Tony Jantschke zwei Stellvertreter. 

"Der Trainer kam auf mich zu und hat mir gesagt, dass er mich gerne zum Kapitän machen würde. Darüber freue ich mich natürlich. Das ist eine Riesensache, gerade bei so einem großen Klub, wenn man die Historie sieht und wer die Mannschaft schon alles aufs Feld geführt hat", sagte Stindl. Intern werde das Thema aber nicht so hoch gehängt. "Wir haben einen starken Mannschaftsrat und gute Persönlichkeiten in unserer Truppe. Ich freue mich einfach auf das ganze Kollektiv und auf die neue Runde."

Wechselspiel in der Vorsaison

Die vergangene Saison war eine turbulente bei Borussia, das war auch an den Oberarmen einiger Spieler abzulesen: Jantschke trug die Kapitänsbinde bis zum Rücktritt Lucien Favres, nur gegen den Hamburger SV überließ er sie Martin Stranzl, der sein einziges Hinrundenspiel machte. Dann verletzte sich auch Jantschke und Granit Xhaka übernahm die Rolle fortan unter Schubert.

Als Xhaka gegen den SV Darmstadt vom Platz flog, wanderte die Binde weiter zu Havard Nordtveit, der sie zu Beginn der Hinrunde trug. Nachdem in Xhaka, Stranzl, Nordtveit und Brouwers gleich vier der fünf Kapitäne den Verein verlassen haben und Jantschke nach einer schwierigen Saison erst einmal wieder um einen Stammplatz kämpft, war die Stelle also halbwegs vakant.

In den Testspielen führte zunächst der älteste Feldspieler das Team an. Wendt, Raffael oder Stindl zählten dazu. Noch vor gut einer Woche verkündete Schubert, keine Eile bei dem Thema zu sehen. Erst einmal legte er fest, wer den sechsköpfigen Mannschaftsrat bildet.

Nun ist es Stindl geworden, der die Rolle bereits bei Hannover 96 übernahm. "Es gibt eine ganze Reihe von Spielern, die ihre Meinung haben und sie kundtun. Ich tue das auch und möchte auch Verantwortung übernehmen. Aber für das Amt des Kapitäns kommt schon der eine oder andere eher infrage und würde auch besser passen", sagte der 27-Jährige im Interview mit unserer Redaktion, fügte aber auch an: "Wenn es so ist, würde ich mich mit dem Thema auseinandersetzen. Ich habe dazu meine Meinung und ich werde dem Trainer diese dann auch sagen." Beides ist nun offenbar geschehen – und Stindl der neue Kapitän.

(jaso/kk)
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