| 14.14 Uhr

Stindl über die 1:5-Pleite
"Mit so einer Halbzeit vieles wieder kaputt gemacht"

Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl spricht Borussias Schwäche bei Kontern an
Lars Stindl und Wendell. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Lars Stindl erwischte bei der 1:5-Niederlage gegen Bayer Leverkusen einen rabenschwarzen Tag. Nach dem Spiel analysierte der Borussia-Kapitän die Pleite. Von Karsten Kellermann

Eine Woche zuvor hatte Gladbachs Kapitän sein Team mit einem unglaublichen Tor zum 2:0-Sieg bei Werder Bremen geführt, nun gegen Leverkusen, beim 1:5, fand er offensiv gar nicht statt. Kein nachhaltiger Torschuss des Nationalspielers ging in die Statistik ein, allein drei geblockte Versuche. Umgekehrt aber ging sein Ballverlust dem wohl vorentscheidenden 1:2 voraus.

Herr Stindl, hätte man zur Pause gesagt, Borussias Spiel gegen Leverkusen geht 5:1 aus, hätten das viele unterschrieben. Am Ende stand es 1:5.

Stindl Das war Wahnsinn. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, sind prima reingekommen, haben viele Chancen gehabt und klasse Stafetten gehabt und waren auch top gegen den Ball. Aber eine tolle erste Hälfte reicht halt nicht. Wir mussten einfach nachlegen. Wir hätten schon in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore machen können, haben dann gleich nach dem Wechsel noch eine Chance – machen die Tore aber nicht. Dafür werden wir bestraft. Wir hatten zu leichte Ballverluste, haben uns zu leicht auskontern lassen. Das darf gerade zu Hause im eigenen Stadion nicht passieren. Das müssen wir knallhart ansprechen. Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, müssen wir das abstellen.

Ist das Naivität?

Stindl Im Nachhinein betrachtet kann man das so sagen. Aber wir hatten in der Halbzeit angesprochen, dass wir so weiterspielen müssen wie vor der Pause. Wir hatten dann ja auch die Chance zum 2:0. Dann verlieren wir die Bälle in den gefährlichen Zonen – obwohl wir wussten, dass wie Leverkusener mit ihren schnellen Spitzen in solchen Situationen stark sind. In der ersten Halbzeit haben wir das unterbunden, in der zweiten ist uns das nicht mehr gelungen.

Sie waren nach dem Abpfiff bei den Fans in der Kurve. Was haben Sie ihnen gesagt?

Stindl Es ging nur kurz um das Pokalspiel am Dienstag. Die Fans haben darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig das Spiel gegen die Fortuna ist.

Borussia geht mit dem Erlebnis des 1:5 in dieses Spiel.

Stindl Wir haben ja leider schon in Dortmund so eine Pleite erlebt. Dann haben wir uns zurückgearbeitet und uns den Anschluss wieder erarbeitet – jetzt haben wir mit so einer Halbzeit vieles wieder kaputt gemacht. Dem müssen wir uns stellen und auf das eingehen, was nicht so gut gelaufen ist. Dann werden wir auf das Spiel in Düsseldorf schauen und uns ganz darauf konzentrieren.

Kann man ein solches Debakel so schnell abhaken?

Stindl Das müssen wir ja. Wir kennen uns aus mit den englischen Wochen. Wir haben jetzt das Highlight im Pokal mit Düsseldorf, und darauf freuen wir uns – auch wenn man sich nach einem 1:5 nicht wirklich auf irgendwas freuen kann. Da ist man schon etwas geknickt. Trotzdem wollen wir natürlich im Pokal gewinnen.

Bleibt es angesichts der Situation – Düsseldorf hat einen Lauf, Borussia nun dieses Schockerlebnis – bei der klaren Verteilung der Favoritenrolle?

Stindl Fortuna spielt eine gute Runde – aber unabhängig davon sind wir überzeugt, eine Runde weiterzukommen.

 
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