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Borussias Zugang Martin Hinteregger
"Ich war jung und dumm"

Fotos: Hinteregger trainiert erstmals mit Borussia
Fotos: Hinteregger trainiert erstmals mit Borussia FOTO: Dirk Päffgen
Belek. Breitestes Österreichisch, selbstbewusst, erfrischend selbstkritisch und spürbar hungrig auf die kommenden Aufgaben, so stellte sich Borussias Neuzugang Martin Hinteregger (23) am Samstag den mitgereisten Journalisten in Borussias Trainingslager in Belek vor. Von Stefan Klüttermann

So gab er Auskunft über...

...seinen Schritt aus Salzburg nach Gladbach: "Ich hatte fünf wunderschöne Jahre als Profi in Salzburg, und fünf Jahre sind schon sehr lang in Österreich, vor allem, wenn man international auch mal nicht vertreten ist. Für mich war es Zeit, den nächsten Schritt zu machen, und da ist Gladbach für mich natürlich der perfekte Verein. Ich glaube, ich passe sehr gut hierher. Als Gladbach angefragt hat, habe ich nicht lange überlegen müssen. Da war das sofort meine erste Wahl."

...seine ersten Eindrücke: "Ich habe mich sofort damit identifizieren können, wie die Spielweise hier ausschaut. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Ich stehe jetzt in der Pflicht, das Vertrauen, das der Verein in mich gesetzt hat, zurückzugeben. Ich habe Borussia im letzten halben Jahr schon mehr im Detail angeschaut. Mich hier wohlzufühlen, dürfte nicht schwierig sein nach den ersten Eindrücken."

...sein letztes halbes Jahr in Salzburg: "Das letzte halbe Jahr war schon schwer für mich, weil ich wenig gespielt habe und doch einige Probleme hatte. Ich war verletzt, und mit dem Trainer habe ich nicht so gut harmoniert."

...einen Red-Bull-internen Wechsel: "Für mich war es keine Option, nach Leipzig zu wechseln. Das habe ich Salzburg klar gemacht."

...seine Stärken: "Ich denke, dass ich in der Spieleröffnung sehr gut bin, dass ich sehr zweikampfstark bin, dass ich ein sehr gutes Stellungsspiel habe. Aber natürlich muss ich mich in der körperlichen Fitness und der offensiven Qualität noch verbessern."

..."Jugendsünden": "Ich war früher jung und dumm und habe sicherlich zu viel und zu früh – wie man in Österreich sagt – die Pappen aufgerissen. Als Junger darf man solche Fehler vielleicht noch machen, aber ich habe daraus gelernt."

...Martin Stranzl: "Ich kannte ihn nicht persönlich, nur vom Namen her. Jetzt ist er mein Zimmerkollege, und er ist verdammt wertvoll in dem halben Jahr für mich mit seiner Erfahrung. Ich kann noch so viel lernen von ihm. Er wird mir helfen, das hat er mir schon gesagt, und ich nehme die Hilfe gerne an."

...Europapokalambitionen: "Natürlich hatten wir in Salzburg das Unvermögen, dass wir es nicht in die Königsklasse geschafft haben. Die Aussicht auf Champions League ist in Gladbach da sicher größer."

...seine nähere private Zukunft: "Nach einer Wohnung wird jetzt schon geguckt. Weil meine Freundin Lehrerin ist, wird sie das halbe Jahr in Österreich fertig machen. Wenn es dann klappt, würde sie nachkommen."

...den Austausch mit Nationaltrainer Marcel Koller: "Wir haben über den Wechsel gesprochen, und natürlich ist er sehr zufrieden, wenn ein Spieler aus der österreichischen Liga in die Bundesliga wechselt, weil er dann in der Nationalelf noch mehr Qualität hat. Das wichtigste ist aber, dass ein Spieler spielt. Ob ich dann bei der EM spielen werde, wird das halbe Jahr entscheiden."

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