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Borussia Mönchengladbach
Eberl will diesen Sommer keinen Spieler mehr holen

Borussia Mönchengladbach: Max Eberl will keinen Spieler mehr holen
Ist Ende Juni schon wieder fertig mit seiner Transferplanung: Borussias Sportdirektor Max Eberl. FOTO: afp, PST-IW
Mönchengladbach. Borussia ist mit den Transferaktivitäten für die neue Saison durch. Auf die Frage, ob nach Tobias Strobl, Christoph Kramer, Jannik Verstergaard, Mamadou Doucoure und Laszlo Benes noch ein weiterer Spieler geholt werde, antwortete der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach am Montag eindeutig: "Nein." Von Karsten Kellermann

"Ich denke, dass wir eine gute Mischung aus jungen Talenten und arrivierten Kräften haben, und personell sehr gut für unsere Zielsetzungen aufgestellt sind", sagte Eberl. Allerdings will er nach der Vertragsverlängerung mit Toptorjäger Raffael (bis 2019) weitere "interne Transfers" hinkriegen: Mit Alvaro Dominguez, der am Mittwoch laut Trainer André Schubert voll ins Training einsteigen wird, will Eberl den bis 2017 datierten Vertrag verlängern. Zudem will er Andreas Christensen, der bis 2017 vom FC Chelsea ausgeliehen ist, fix verpflichten.

"Die Vertragsverlängerung von Alvaro Dominguez ist unsere nächste Aufgabe. Auch die Verpflichtung von Andreas Christensen ist eine Aufgabe, die wir zu bewerkstelligen haben. Aber jetzt haben wir erst mal die Baustelle Raffael geschlossen", sagte Eberl.

Raffaels Unterschrift macht den Manager froh. "Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben, mit Raffael zu verlängern. Ich weiß, dass wir uns gegen einen sehr großen Konkurrenten durchgesetzt haben, der permanent Champions League spielt und ganz andere Möglichkeiten hat als wir. Raffael hat sich aber für Borussia entschieden und damit auf viel verzichtet. Das ist eine großartige Entscheidung für uns als Klub. Wenn ein Spieler wie er auf dem Markt ist, gerade bei solchen horrenden Summen, die momentan geboten werden, macht uns das sehr stolz, dass er sich für uns entschieden hat – in dem Wissen, dass sich einige Konkurrenten heute ärgern werden", sagte Eberl.

Er versteht die Ausweitung des Vertrages von Raffael auch als Botschaft an die Konkurrenz. "Wir haben mit der Vertragsverlängerung von Raffael ein Ausrufezeichen gesetzt. Die ersten Zeichen haben wir damals mit den Vertragsverlängerungen von Marco Reus, Granit Xhaka und der Verpflichtung von Thorgan Hazard gesetzt. Die Verlängerung jetzt mit Raffael zeigt aber, dass wir mittlerweile ein Verein sind, bei dem man als Spieler nicht nur den ersten und zweiten Schritt machen kann, sondern auch den dritten und vierten", sagte Eberl.

Raffael selbst ist froh, seine Zukunft bis 2019 geklärt zu haben. "Ich und vor allem meine Familie fühlen uns hier sehr wohl. Warum soll ich dann wechseln? Meine Entscheidung, bei Borussia zu bleiben, kam also von Herzen. Außerdem hat der Verein sehr darum gekämpft, mich zu behalten. Vielleicht ist das jetzt mein letzter Vertrag, vielleicht aber auch nicht", sagte Raffael.

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