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Borussia Mönchengladbach
Nachlegen für den "grünen Bereich"

Borussia Mönchengladbach: Nachlegen gegen Eintracht Frankfurt
Jannik Vestergaard nach Gladbachs bislang letzter Pflichtspiel-Niederlage am 22. April gegen Dortmund (2:3). FOTO: afp, PST
Mönchengladbach. Seit Ende April hat Borussia kein Pflichtspiel mehr verloren. Gegen Eintracht Frankfurt soll am Samstag der zweite Sieg im dritten Bundesligaspiel her – mit vermutlich unveränderter Startelf. Von Jannik Sorgatz

Anfang September ist die Zeit, in der Serien noch dramatischer klingen, als sie sind. Das gilt zum einen für Tony Jantschke, der seit fünf Monaten kein Pflichtspiel mehr für Borussia absolviert hat. Die Aussage hält einem Faktencheck stand, aber es lag eben die Sommerpause dazwischen, und in der Vorbereitung stand der 27-Jährige sehr wohl auf dem Platz. Zum anderen darf Borussia sich damit brüsten, seit sechs Bundesligaspielen und insgesamt acht Pflichtspielen ungeschlagen zu sein – stimmt, denn die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Eintracht Frankfurt ging als Unentschieden in die Wertung ein. 

Borussias Trainer Dieter Hecking ist bekannt dafür, dass ihn weder positive noch negative Serien aus dem Ruhepuls-Bereich befördern. "Das Halbfinale spielt keine große Rolle mehr. Zwei verschiedene Mannschaften treffen aufeinander, in einem anderen Wettbewerb", sagte er über die Chance zur Revanche gegen Frankfurt. "Ich habe mit der Frage gerechnet, aber die stellt sich erst, wenn wir im Pokal-Halbfinale wieder aufeinandertreffen." Wenn es so kommt, dann beantwortet er sie sicherlich gerne. 

Wer Hecking kennt, der weiß auch, dass Jantschkes Einsatzchancen gering sind, obwohl der Trainer betont: "Er trainiert jetzt seit fast zehn Tagen wieder. Deshalb sehe ich ihn schon als Kandidaten für den Kader. Er ist auf jeden Fall tatendurstig." Nachdem Hecking Anfang des Jahres übernommen hatte, veränderte er seine Startelf defensiv Mitte März zum ersten Mal.

Die Ungeschlagen-Serie soll am Samstag nicht nur mit einem, sondern mit drei Punkten ausgebaut werden. Die beiden Spiele gegen Köln (1:0) und in Augsburg (2:2) haben genügend Anschauungsmaterial geboten, wie es laufen muss und wie nicht. "Wir dürfen nicht mehr so unter Druck geraten wie im zweiten Durchgang in Augsburg", sagte Hecking. "Doch letztlich haben wir auswärts einen Punkt mitgenommen, das ist nicht verkehrt. Wenn wir gegen Frankfurt nachlegen, ist alles im grünen Bereich." 

Die Nationalspieler sind alle gesund zurückgekehrt. Sieben von ihnen dürften am Samstag beginnen, dazu Schwedens Ex-Nationalspieler Oscar Wendt, Patrick Herrmann mit zwei Länderspielen in der Vita, Weltmeister Christoph Kramer und Raffael, der nie für Brasilien ran durfte. Dass in Matthias Ginter und Lars Stindl zuletzt zwei Gladbacher für die DFB-Elf auf dem Platz standen, bezeichnete Hecking "als Auszeichnung für den Verein". Auch Kramer dürfe man "nie abschreiben". "Die Qualität auf seiner Position ist in Deutschland aber auch ungemein hoch, wir haben in Toni Kroos den besten Sechser der Welt", sagte Hecking.  

 
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