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Borussia Mönchengladbach
Borussia nimmt in der Königsklasse mehr als 30 Millionen Euro ein

Mönchengladbach. Selbst wenn noch nicht alle Einnahmeposten seitens der Uefa feststehen, zeichnet sich für die Gladbacher Verantwortlichen eine überaus lukrative Bilanz der ersten Champions-League-Saison ab. Von Stefan Klüttermann

Wenn Borussia heute Abend (18.30 Uhr) in der BayArena gastiert, kommt es also zum Duell der "Champions-League-Adé-Sager", schließlich haben beide unter der Woche ihr letztes Spiel in der laufenden Königsklasse absolviert. Doch während Bayer 04 im Frühjahr zumindest noch in der - indes in Leverkusen nicht wirklich funktionierenden - Europa League weiterspielen darf, ist für Borussia Schluss auf europäischer Bühne. Das Aus wird am Niederrhein indes versüßt durch einen Blick auf die Champions-League-Einnahmen. Denn hier übertreffen die Borussen sogar die 30-Millionen-Euro-Marke.

Wir schlüsseln die relevantesten Einnahmen auf:

STARTGELD Borussia kassierte wie die anderen 31 Teilnehmer an der Gruppenphase zwölf Millionen Euro Antrittsprämie.

SPIELPRÄMIEN Borussia holte einen Sieg (gegen Sevilla) und zwei Remis (gegen und in Turin). Dafür zahlt die Uefa 2,5 Millionen Euro - 1,5 Million für den Sieg und je 500.000 pro Remis.

FIXER MARKTPOOL-ANTEIL Die Uefa senkte vor der Saison den gesamten Marktpool, also den Erlös der TV-Vermarktung, leicht von 493 Millionen aus der Vorsaison auf 483 Millionen, um im Gegenzug die fixen Prämien (Startgeld und Prämien) zu erhöhen. Auf Anfrage unserer Redaktion nach dem Wert des deutschen Marktpools in dieser Spielzeit teilte die Uefa jetzt mit, "die Marktpool-Ausschüttungen an die teilnehmenden Klubs sind immer nur am Ende der Saison verfügbar". Insofern sei an dieser Stelle als Grundlage der Berechnung der Wert des deutschen Marktpools aus der Vorsaison genommen. Damals betrug er gut 52 Millionen Euro. Die Hälfte davon schüttet die Uefa entsprechend des Abschneidens in der vergangenen Bundesligasaison aus. Als Dritter stehen Borussia laut des Uefa-Verteilungsschlüssels 20 Prozent der 26 Millionen Euro zu, also gut 5,2 Millionen Euro.

VARIABLER MARKTPOOL-ANTEIL Die andere Hälfte der 52 Millionen Euro wird unter den vier deutschen Startern in der Champions League entsprechend der jeweiligen Anzahl ausgetragener Begegnungen aufgeteilt. Momentan haben alle vier Teams sechs Gruppenspiele absolviert, Borussia erhielte also aktuell 25 Prozent der 26 Millionen. Dass Leverkusen keine weiteren Partien in der Champions League bestreitet, ist aus Gladbacher Sicht also von Vorteil. Weil aber der FC Bayern und der VfL Wolfsburg weiter im Wettbewerb vertreten sind, sinkt der Betrag für Borussia mit jedem Spiel, das diese beiden bestreiten. Im für Gladbach schlechtesten Fall bestreiten die Münchner und Wolfsburger das Finale, haben dann also jeder weitere sieben Partien (zweimal Achtel-, zweimal Viertel-, zweimal Halb- und das Finale) gespielt, also kommen 14 Spiele von deutschen Teams dazu, macht dann insgesamt 38. Borussia bekäme 6/38 der 26 Millionen Euro, also knapp 4,13 Millionen Euro. Im für Borussia besten Fall scheiden der FC Bayern und Wolfsburg im Achtelfinale aus. Dann kämen nur vier weitere Partien hinzu, Borussia stünden 6/28 der 26 Millionen, also 5,6 Millionen Euro zu. Zwischen diesen beiden Extremen liegt am Ende Gladbachs Erlös aus dem variablen Teil des Marktpools.

ZUSCHAUEREINNAMEN In den drei Heimspielen dürften die Ticketeinnahmen in etwa bei sieben Millionen Euro liegen.

Macht also in der Summe:

12 Millionen

+ 2,5 Millionen

+ ~ 5,2 Millionen

+ ~ 7 Millionen

+ ~ 4,13 bis 5,6 Millionen

= ~ 30,83 bis 32,3 Millionen Euro

Hinweis Die tatsächlich ausgezahlten Prämien veröffentlicht die Uefa erst im kommenden Herbst.

Quelle: RP
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