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Borussia Mönchengladbach
Torfestival gegen Bremen beendet den Freitagsfluch

Einzelkritik: Bestnote für Christensen
Einzelkritik: Bestnote für Christensen FOTO: dpa, jgu kno
Mönchengladbach. Spiele mit Beteiligung Borussias bieten in dieser Saison viel Spektakel. Besonders nach vorne, aber auch verlässlich Richtung eigenes Tor. Spiele, an denen Werder Bremen mitwirkt, garantieren ebenfalls viele Torraumszenen auf beiden Seiten. Von Stefan Klüttermann

Insofern konnte es am Freitagabend letztlich auch nicht verwunden, dass die Partie Gladbach gegen Bremen alles andere als ein Langeweiler war. Borussia beendete mit dem unterhaltsamen 5:1 ihren Fehlstart in eine Bundesligahalbserie diesmal schon nach zwei und nicht wie im Sommer erst nach fünf Spielen – vor allem dank Doppeltorschütze Andreas Christensen.

Die Hausherren, bei denen Trainer André Schubert wieder auf den an der Hand verletzten Mo Dahoud zurückgreifen konnte und zudem Thorgan Hazard und Nico Elvedi in die erste Elf beförderte, schafften es von Beginn an, ihre technische Überlegenheit und ihre Vorteile im schnellen Kurzpassspiel auf dem Feld umzusetzen.

Die Bremer Gäste sahen sich so immer wieder blitzschnellen Umschaltbewegungen gegenüber. Chancen für die Borussen entstanden zwangsläufig zuhauf, und gleich eine der ersten fand diesmal auch den Weg ins Tor: Der emsige, aber zuweilen übereifrige Dahoud passte auf die rechte Seite auf Hazard, und der Belgier legte den Ball scharf und flach ins Zentrum, wo Lars Stindl zum 1:0 einschieben konnte.

Hazard selbst hätte wenig später schon nachlegen können, doch am Ende einer Kombination über viele Stationen in Werders Strafraum schlenzte er den Ball links am Tor vorbei. Als die Gladbacher jedoch das nächste Mal mehr oder weniger kontrolliertes Ping Pong im gegnerischen Sechzehnmeterraum veranstalten, stand am Ende eines verunglückten Dahoud-Schusses Innenverteidiger Andreas Christensen, und der schob leicht und locker zu seinem ersten Treffer für Gladbach ein.

An dieser für ihn neuen Tätigkeit des Toreschießens fand der junge Däne offenbar schnell und großen Gefallen. Jedenfalls köpfte er kurz nach der Pause eine Ecke von Raffael völlig unbedrängt zum 3:0 ein. Es war Gladbachs erster Treffer im Anschluss an eine Ecke in dieser Spielzeit.

Und Bremen, das sowohl das Hinspiel als auch das Duell im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Borussia gewonnen hatte und mit vier Zählern gut in die Rückrunde gestartet war? Werder war mit dem Ergebnis zu diesem Zeitpunkt gut bedient, weil  die Gladbacher erstens noch etliche weitere  gute Chancen hatten – bei einer verwehrte die Torlinientechnologie den für möglich gehaltenen Torerfolg – zum zweiten, weil die Gäste selbst ihre Spielanlage über Konter oder hohe Bälle lange nicht zum Tragen kommen lassen konnten.

Erst ein Elfmeter brachte Bremen ins Spiel. Martin Hinteregger hatte Levin Öztunali gefoult, Claudio Pizarro verwandelte in seinem 400. Bundesligaspiel sicher vom Punkt. Danach war Bremen eine Viertelstunde besser, druckvoller, und Borussia war auf einmal unsortiert, gedanklich langsam in den Aktionen  und defensiv mal wieder bedenklich wackelig.

Doch der zweite Elfmeter des Spiels beendete die kurze Bremer Drangphase. Raffael schoss Borussia 4:1 per Strafstoß in Front. Jannik Vestergaard hatte Stindl gefoult. Den Schlusspunkt setzte Havard Nordtveit mit einem sehenswerten Lupfer zum 5:1

So war es am Ende ein unterhaltsames Spiel in beiden Strafräumen. Aber so konnte man es ja schließlich auch erwarten bei diesen beiden Teams.

 

Quelle: RP
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