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Borussia Mönchengladbach
Sahin ist jetzt im Gespräch

Borussia Mönchengladbach: Nuri Sahin ist jetzt im Gespräch
Nuri Sahin steht bei BVB-Trainer Thomas Tuchel auf dem Abstellgleis. FOTO: afp, PST
Meinung | Mönchengladbach. Die Geschichte dürfte vor allem in Düsseldorf für Zufriedenheit gesorgt haben. Mo Dahoud, Mittelfeldtalent von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund, dafür 15 Millionen plus den 28-Jährigen und beim BVB unter Trainer Thomas Tuchel perspektivlosen Nuri Sahin – das spekulierte "Bild" am Montag. Von Karsten Kellermann

Beide genannten Spieler sind Klienten des Berater-Büros International Soccer Management mit Sitz im Zentrum Düsseldorfs.

Die in das Gerücht involvierten Klubs äußern sich nicht zu den Gerüchten, das ist indes üblich in der Branche, ebenso wie die Gerüchte, die sich um gute Spieler ranken. Dahoud, dessen Vertrag bei der niederrheinischen Borussia bis 2018 datiert ist, gilt als eine der größten Hoffnungen im Lande und ist zum ständigen Spekulationsobjekt geworden seit seinem Durchbruch in der vergangenen Spielzeit. Unter anderem soll der FC Liverpool bereit sein, 30 Millionen zu zahlen. Ein solcher Transfer ist, zumal angesichts der britischen Finanzkraft, durchaus denkbar, zumal, wenn die ebenfalls spekulierte Ausstiegsklausel (10 Millionen Euro im Sommer 2017)  im Gladbacher Dahoud-Vertrag existiert.

Das ist Mahmoud Dahoud FOTO: afp, pst/dg

Schon im Sommer hatte der BVB Interesse an Dahoud, doch da erklärte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl den Spieler für unverkäuflich. Nun ist Dortmund wohl erneut gewillt, ihn zu holen und auch viel Geld zu bezahlen. Aber Dahoud zum BVB? Es ist schwer vorstellbar, dass Gladbach einem Bundesliga-Konkurrenten das Talent überlassen würde, wenn es nicht zwingend sein muss. Es dürfte jedenfalls ein hübsches Wettbieten werden im Winter, mindestens auf dem Gerüchte-Sektor.

Und Sahin an den Niederrhein? Das ist schon eher eine Denkoption. Der 28-Jährige bringt neben viel Erfahrung einige Qualitäten mit, die in Gladbach geschätzt werden (Passspiel, Diagonalbälle, Spielverständnis). Sahin ist ein wenig ein Spielertyp wie der zum FC Arsenal veräußerte Granit Xhaka, allerdings ist er weniger dynamisch als der Schweizer. Es gibt also Für und Wider. Klar ist: Sahin braucht einen Ausweg aus der Dortmunder Sackgasse. Kann das Gladbach sein? Unter gewissen Umständen vielleicht.

So oder so: Selbst wenn die Verbindung mit einem möglichen Dahoud-Deal eher theoretisch erscheint, ist Sahin nun mindestens im Gespräch. Das hat er dann ab sofort mit Dahoud gemeinsam. Wer dann am Ende bei welcher Borussia spielt oder bei welcher nicht (mehr), wird sich zeigen.

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