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BVB-Verteidiger
Gladbach offenbar vor der Verpflichtung von Ginter

Fotos: Matthias Ginter – Freiburg, Dortmund, Gladbach
Fotos: Matthias Ginter – Freiburg, Dortmund, Gladbach FOTO: dpa, rwe gfh
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Weltmeister Matthias Ginter von Borussia Dortmund. Das hat Gladbachs Sportdirektor Max Eberl im Interview mit unserer Redaktion angedeutet. Von Karsten Kellermann

"In der Abwehr werden wir noch etwas machen", sagte Eberl und gab an, dass der neue Mann "sehr bald" kommen werde. Und zwar "auf jeden Fall nach dem Confed Cup in Russland", sagte Eberl auf die Frage: "Nach dem Confed Cup? Denn da ist Matthias Ginter morgen noch im Einsatz?"

15 Millionen Euro wird der 23-Jährige kosten, der 2014 zum deutschen Weltmeister-Team gehörte und nach dem Turnier in Brasilien vom SC Freiburg nach Dortmund wechselte. Schon damals hatte sich Eberl um Ginter bemüht, doch der vielseitige Defensivspieler hatte sich für den BVB entschieden. Dort machte er zwar viele Spiele, wurde aber nie so recht glücklich. Vergangenes Jahr hatte Eberl erneut angefragt, auch Borussias Trainer Dieter Hecking hatte sich, damals noch in Wolfsburg tätig, für Ginter interessiert. Nun war er zunächst bei 1899 Hoffenheim im Gespräch, hat sich dann aber wohl für Gladbach entschieden. Somit spielt er am Sonntag mit einem künftigen Teamkameraden, Lars Stindl, mit dem DFB-Team im Endspiel des Confed Cup gegen Chile. Danach geht es zurück nach Deutschland, wo Ginter zeitnah in Gladbach als Zukauf vorgestellt werden und einen langfristigen Vertrag unterschreiben dürfte.

Gladbach will die Abwehr stabilisieren. "Kommende Saison wird eine gute Stabilität die Basis sein für erfolgreichen Fußball. Das sieht man an den Mannschaften wie Köln oder Hertha, die jetzt in Europa vertreten sein werden. Natürlich ist Angriffsfußball mit vier, fünf Toren attraktiv, aber am langen Ende geht es darum, eine Mannschaft zu formen, die konstruktiv erfolgreich Fußball spielen kann. Mit Andreas Christensen verlieren wir den besten Innenverteidiger der Bundesliga und haben mit Jannik Vestergaard und Kolo gute Voraussetzungen, das aufzufangen. Trotzdem werden wir da noch etwas tun, so wie wir es mit Denis Zakaria im defensiven Mittelfeld und mit Vincenzo Grifo in der Offensive getan haben. Das werden dann unsere drei wichtigsten Transfers sein", sagte Eberl.

Für die Defensive wurde zuvor schon der 18-jährige Reece Oxford auf Leihbasis von West Ham United verpflichtet. Kommt Ginter, sind die Transferaktivitäten der Borussen zunächst beendet, aber noch nicht gänzlich abgeschlossen. "Unser Kader wird zunächst einmal stehen. Dann gilt es, abzuwägen und aufmerksam zu sein. In England wird der Transfermarkt ab Juli noch richtig explodieren. Die eine oder andere Chance wird da sein, die wir uns offenhalten wollen, um offensiv vielleicht noch etwas zu tun", sagte Eberl.

Der Manager deutete auch an, dass noch der eine oder andere Spieler abgegeben wird, unter anderem auch Verteidiger Timothée Kolodziejczak . "Ich kann nicht definitiv sagen, was bis zum Ende der Transferperiode passieren wird. Es gibt Spieler, bei denen ich zu 100 Prozent ausschließen kann, dass sie uns verlassen. Aber es kann auch welche geben, die zu Beginn unzufrieden sind, weil sie nicht spielen, die dann sagen: Ich möchte etwas anderes machen. Ob das Kolo ist oder ein anderer, das weiß ich jetzt noch nicht.", sagte Eberl.

 
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