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Borussia Mönchengladbach
Herrmann glücklich über Comeback nach 148 Tagen

Herrmann meldet sich zurück nach Kreuzbandriss
Herrmann meldet sich zurück nach Kreuzbandriss FOTO: dpa, kjh htf
Augsburg. Das Warten hatte für Patrick Herrmann ein Ende gefunden. 148 Tage nach seinem letzten Einsatz gegen den VfL Wolfsburg am 3. Oktober konnte "Flaco" am Sonntag in Augsburg die nächsten Bundesligaminuten zu seiner Karriere hinzufügen. Von Stefan Klüttermann

Dazwischen lagen die Hiobsbotschaft Kreuzbandriss, die wohl überlegte Entscheidung gegen eine Operation und eine langwierige Reha. Klar also, dass "Flaco" ziemlich zufrieden mit seinem Sonntagsdienst war. "Es ist natürlich schon ein cooles Gefühl, nach so langer Pause wieder die ersten Minuten zu sammeln", sagte Herrmann nach dem 2:2 von Augsburg, an dem er ab Minute 68 aktiv teilhaben durfte.

Es waren - mit Nachspielzeit – gut 25 Minuten, in denen Herrmann aber auch nicht wirklich Zeit hatte, sich in Ruhe wieder in den Wettkampfmodus einzufinden, geschweige denn über die Maßen nach innen zu horchen und das Knie zu überprüfen. "Wenn man wie heute in ein Spiel reinkommt, in dem nur gekämpft wird, in dem es nur auf und ab geht, da vergisst man das komplett", schilderte Herrmann, aber er bekannte eben auch freimütig, dass es nicht so war, als wäre er nur eine Woche raus aus dem Geschäft gewesen.

Raffael schafft das "Double-Double" FOTO: dpa, kjh htf

"Es war ein bisschen ungewohnt. Das gebe ich gerne zu. Einfach diese Räume mal wieder zu haben, denn im Training ist es einfach etwas ganz anderes", sagte er. Es fehlte noch am Timing für die Eins-gegen-Eins-Situationen und am Gefühl für den Moment des Abspiels, aber wer wollte Herrmann dies beim Comeback vorwerfen? Niemand. Schon gar nicht die mitgereisten Fans, die Gladbachs Eigengewächs bei seiner Einwechslung frenetisch feierten.

Zum Feiern war dem Gladbacher Lager nach dem 2:2 nicht unbedingt zumute, aber unglücklich war man über den Punkt im Auf-und-Ab-Spiel auch nicht. "Es wäre natürlich super gewesen, wenn wir das 1:0 länger hätten halten können. Zwei schnelle Gegentreffer nach der Pause zu kassieren, macht es echt schwer, ins Spiel zurückzufinden. Zum Glück haben wir noch das 2:2 gemacht", resümierte Herrmann.

Einzelkritik: Starker Hazard baut nach der Pause stark ab FOTO: dpa, kjh htf

Übermorgen geht es dann ja auch schon weiter in der Liga. Dann etwa schon mit Herrmann in der Startelf? Er wiegelte lächelnd ab. "Mittwoch wird ein bisschen schwierig, aber ich will weiter Minuten sammeln." Mit dieser Politik der kleinen Schritte ist Herrmann in den 148 Tagen zwischen Wolfsburg und Augsburg gut gefahren. Deswegen bleibt er auch dabei. Und ein Einsatz von Beginn an, "der kommt dann irgendwann von alleine", sagt er.

Quelle: RP
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