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Borussia Mönchengladbach
Herrmann verlängert bei Borussia

Das ist Patrick Herrmann
Das ist Patrick Herrmann FOTO: afp, agz
Exklusiv | Mönchengladbach. Positive Nachrichten in Sachen Kaderplanung werden in Mönchengladbach fast schon zur Regelmäßigkeit. Erst konnte Sportdirektor Max Eberl im Februar die Vertragsverlängerung von Granit Xhaka bis 2020 und den Kauf von Chelsea-Leihgabe Thorgan Hazard verkünden. Von Thomas Grulke und Stefan Klüttermann

In der Vorwoche gab Borussia dann bekannt, dass sich Hannovers Kapitän Lars Stindl unter mehreren Offerten für das Angebot aus Mönchengladbach entschieden hat, und nun ist auch die Personalie Patrick Herrmann in trockenen Tüchern: Nach Informationen unserer Redaktion verlängert der Flügelspieler seinen 2016 auslaufenden Vertrag langfristig. Borussia wird die Übereinkunft in dieser Woche bekanntgeben.

Mit dem Verbleib des in dieser Saison treffsichersten Borussen (13 Tore) ist Eberl damit ein weiteres, elementares Puzzlestück in der Zusammenstellung der künftigen Borussia gelungen. Alle Leistungsträger – mit Ausnahme von Routinier Martin Stranzl, der zuletzt erneut um ein Jahr verlängerte – besitzen mindestens einen Vertrag bis 2017, die meisten sogar darüber hinaus. Herrmann selbst ist seit 2008 im Verein, kam als 17-Jähriger aus Saarbrücken und ist für viele Anhänger längst eine Identifikationsfigur.

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Zuletzt hatte er dennoch betont, dass ein Verbleib in Gladbach keine reine Formsache sei. "Klar ist, dass mein nächster Vertrag für mich sehr wichtig ist, denn er wird meiner Karriere eine Richtung geben. Ich muss sehen, wie die Richtung ist. Borussia ist natürlich auch für die Zukunft eine tolle Option, ich weiß ja, was ich an diesem Klub habe und fühle mich wohl hier. Aber ich will nichts überstürzen, ich will mich in Ruhe entscheiden, wie es weitergeht", hatte er zu Beginn der Rückrunde mitgeteilt.

Nach Herrmanns Ja-Wort dürfte sich nun noch bis spätestens Ende Juni klären, wie es bei Borussia für die drei Skandinavier Branimir Hrgota, Oscar Wendt und Havard Nordtveit weitergeht, deren Verträge ebenfalls 2016 auslaufen. Offene Großbaustellen bietet der Kader aktuell indes nicht, weswegen sich Eberl und Co. eher perspektivisch mit einem neuen Innenverteidiger beschäftigen – und mit dem Fall, dass Stürmer Max Kruse doch den Verein für zwölf Millionen Euro im Sommer vorzeitig verlassen sollte. In diesem Fall sei man aber auch vorbereitet, ließ Borussia unlängst wissen.

 

"Die Mannschaftsbildung ist ein Prozess, und der ist im Gange. Darum wäre es jetzt vermessen, zu sagen, wir sind fertig. Aber noch mal: Wir werden nicht kaufen, um zu kaufen, sondern wir wollen das Team besser machen", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers.

Als Geschäftsführer eines Vereins, der längst keine Löcher der Vergangenheit mehr stopfen muss, spricht er sich zudem für eine Übertragung des Financial Fairplay (FFP) der Uefa auch auf die Bundesliga aus: Man müsse sich "Gedanken machen, ob es nicht vielleicht in unsere nationalen Fußballstatuten transformiert werden muss. Das wäre ein wichtiger Schritt und muss eine der nächsten Aufgaben sein", sagte Schippers unserer Zeitung. Mit dem FFP überprüft die Uefa, inwiefern Klubs, die im Europapokal antreten, kostendeckend wirtschaften. Tun die Vereine dies nicht, kann die Uefa Sanktionen aussprechen.

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