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Borussia Mönchengladbach
Raffael: "Dem Team zu helfen ist das Wichtigste"

Borussia Mönchengladbach: Raffael: "Dem Team zu helfen ist das Wichtigste"
Raffael ist Borussias bester Torjäger der Gegenwart. 44 Treffer hat er in 116 Pflichtspielen erzielt, seit er 2013 kam. FOTO: Imago
Mönchengladbach. Raffael ist Borussia Mönchengladbachs bester Stürmer der vergangenen drei Jahre. Seit er 2013 kam, traf jeweils zweistellig. Der 31-Jährige spricht über seine Ziele mit Gladbach, die Situation im Angriff und einen alten Rekord von Günter Netzer, den er einstellen kann. Von Karsten Kellermann

Raffael war der erste Borusse, der in dieser Saisonvorbereitung ein Tor schoss. Beim 15:0 gegen den VfL Rhede erzielte der "Maestro", wie ihn die Kollegen respektvoll nennen, das 1:0. Das passt, schließlich ist Raffael Borussias bester Torjäger der Gegenwart. 44 Treffer hat er in 116 Pflichtspielen erzielt, seit er 2013 kam. Dazu kommen 26 Assists, in Summe war er also an 70 Toren beteiligt. Den zweiten Treffer dieser Vorbereitung legte er gegen 1860 München nach, per Elfmeter.

Die anderen Stürmer waren produktiver während der Vorbereitung: Thorgan Hazard schoss schon acht Tore, André Hahn sieben und Lars Stindl fünf. Doch Raffael braucht diese Bewerbungen in Richtung Trainer André Schubert nicht. Der 31-Jährige dürfte der vielleicht einzige Offensivmann sein, der seinen Platz im Team nahezu sicher hat. "Raffa ist ein Ausnahmespieler", sagte Lars Stindl. Raffael, der stille Anführer, sagt im Gespräch mit unserer Redaktion, was er sich für die Saison vorgenommen hat.

Raffael – Auch ohne Favre wichtig für Borussia FOTO: ap

Raffael, wenn man Sie in den Testspielen spielen sieht bei Borussia, aber auch beim Training, spürt man, dass Sie wieder richtig Spaß an dem Job in Gladbach haben. Trifft das zu?

Raffael Ja, auf jeden Fall, darum habe ich zuletzt auch meinen Vertrag vorzeitig verlängert. Es macht mir immer sehr viel Spaß, hier bei dem Team zu sein, und ich freue mich immer darauf, nach dem Urlaub zurückzukommen. Wir freuen uns alle immer aufeinander. Das ist sehr gut für die Mannschaft.

Sie haben in ihren ersten drei Spielzeiten für Borussia jeweils zweistellig getroffen: 15, 12 und 13 Tore stehen in der Bilanz. Das hatte zuvor in Gladbach nur die Borussia-Legende Günter Netzer geschafft. Der traf nach dem Aufstieg 1965 sogar in seinen ersten vier Erstligajahren zweistellig (13, 11, 13, 10). Gelingt ihnen das auch, stellen Sie Netzers uralten Rekord ein. Das klingt gut, oder?

Raffael (grinst) Ja, natürlich. Ich hoffe, dass ich in dieser Saison wieder erfolgreich sein kann. Es wäre toll, wenn ich wieder zehn und mehr Tore schießen würde, ganz klar. Aber es geht mir vor allem um die Mannschaft. Dem Team zu helfen ist das Wichtigste. Wenn ich dabei wieder eine so gute Torquote habe, umso besser. Und es ist für mich eine große Ehre, mit den Größen der Gladbacher Vergangenheit verglichen zu werden.

Sie haben gute Leute an Ihrer Seite: Thorgan Hazard, Lars Stindl oder André Hahn. Da sind sehr unterschiedliche Varianten für den Angriff möglich.

Borussia Mönchengladbach: Torjägerliste der Sommer-Vorbereitung 2016 FOTO: Dirk Päffgen

Raffael Wir dürfen Flaco (Anm. d. Red.: Patrick Herrmann) nicht vergessen. Er kann auch im Angriffszentrum spielen. Wir sind vorne sehr, sehr stark besetzt und sehr variabel. Das ist gut. Der Trainer muss dann immer wieder entscheiden, wer spielt, und die richtige Mischung finden. Wir können alle in verschiedenen Konstellationen gut zusammenspielen, das haben wir in der vergangenen Saison und auch jetzt in der Vorbereitung schon gezeigt. Ich habe zum Beispiel mit André zusammengespielt. Das ist natürlich anders als mit Lars, aber auch das klappt gut.

Nico Schulz, der nun nach seiner Kreuzbandverletzung wieder fit ist, kennen Sie schon aus Ihrer Zeit in Berlin.

Raffael Ja. Nico kam damals, als ich noch in Berlin war, aus der Jugend hoch. Wir sind immer in Kontakt geblieben. Ich habe mich gefreut, dass er im vergangenen Jahr nach Gladbach kam. Er war dann ja leider so lange verletzt, das war sehr unglücklich für ihn. Ich bin froh, dass er nun wieder fit ist. Ich hoffe, dass er uns jetzt Spaß macht. Er ist ein guter Spieler. Ich glaube, das hat er in den Vorbereitungsspielen schon gezeigt.

Die Saison beginnt mit den Play-offs zur Champions League, dazwischen liegt noch das erste Pokalspiel. Da geht es gleich zum Auftakt zum sehr viel.

Raffael Richtig. Und es ist klar, dass ich in die Champions League will, wie alle anderen von uns auch. Wir können mithalten, das haben wir gezeigt. Wir werden alles dafür tun, wieder dabei zu sein. Ich hoffe, dass wir uns noch mal entwickelt haben im Vergleich zur Vorsaison. Das werden wir auch in den Play-offs sehen. Wir freuen uns alle darauf, egal welchen Gegner wie bekommen.

Quelle: RP
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