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Borussia Mönchengladbach
Ruhepuls auf dem Prüfstand

Einzelkritik: Kein Borusse besser als 3-
Einzelkritik: Kein Borusse besser als 3- FOTO: rtr, WR/
Meinung | Mönchengladbach. Borussia steht vor den nächsten "Wochen der Wahrheit". Es lässt sich darüber streiten, ob die einen überhaupt schon vorüber sind und wie viele "Wochen der Wahrheit" es in dieser gar nicht so alten Saison schon gegeben hat. Aber so ergeht es Mannschaften, die auf mehreren Hochzeiten tanzen und einen Werdegang hinter sich haben wie Gladbach in den vergangenen fünf Jahren. Von Jannik Sorgatz

Bis Ende November stehen nun sechs Heimspiele an bei nur einem Auswärtsspiel in Berlin. Zunächst einmal geht es los mit der "Woche der Wahrheit" und sogenannten Pflichtaufgaben gegen den VfB Stuttgart im DFB-Pokal (25. Oktober), gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga (28. Oktober) und gegen Celtic Glasgow in der Champions League (1. November).

Ruhepuls statt Eskalationsmodus – weil das Pensum der Dreifachbelastung nur zu bewältigen ist, wenn die Intensität der Erlebnisse auch Grauzonen kennt. Borussia darf nicht wie in der vergangenen Saison ein dankbares Pokallos verspielen, Borussia darf nicht das vierte Ligaspiel in Folge ohne Sieg bleiben und Borussia darf Glasgow im Kampf ums Überwintern in Europa nicht zurückkommen lassen.

Viele Mannschaften, die damit (noch) nichts zu tun haben, stehen in der Liga momentan besser da. Passenderweise sind Frankfurt, Hertha BSC, der 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim die nächsten Gegner. Alle vier haben ebenfalls Abstiege oder eine Relegation hinter sich, also bekommt es Borussia mit ihren eigenen Klonen zu tun. Denn der Weg des unaufgeregten Aufbaus in den vergangenen Jahren hat sie zum Vorbild gemacht. So erfolgreich wie Bayern München oder Borussia Dortmund wäre wohl jeder Verein gerne. Doch nur Gladbachs Niveau lässt andere realistisch davon träumen, es irgendwann einmal zu erreichen.

Jetzt geht es für Borussia darum, gegen die Nachahmer zu beweisen, dass sie ein paar Schritte weiter ist. André Schubert bekommt schließlich immer noch eine Elf mit sechs Nationalspielern zusammen, wenn neun Profis verletzt fehlen. Er kann dann immer noch drei ehemalige deutsche U21-Nationalspieler einwechseln. Das ist nicht genügend Substanz, um nach einem kräftezehrenden Champions-League-Spiel unter der Woche die Bayern zu gefährden. Aber die Substanz sollte reichen, um wieder mittendrin zu sein, wenn die "Wochen der Wahrheit" vorbei sind.

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