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Auswärtsspiel in Berlin
Borussia testet ihre Serienreife

Borussia Mönchengladbach testet bei Hertha BSC ihre Serienreife
"Einen Flow kann man sich nicht einreden", weiß Gladbachs Christoph Kramer. FOTO: dpa, mb hpl
Mönchengladbach. Gladbach muss heute in Berlin punkten, um oben dranzubleiben. Doch weil sich die Borussia bislang vergebens um Konstanz müht, ist ein Ausgang kaum vorherzusagen. Von Jannik Sorgatz

Es ist schon nachvollziehbar, was ein großer Sportwetten-Anbieter da gemacht hat, doch Borussia Mönchengladbachs Anhänger werden sich noch daran gewöhnen müssen: zu Gast bei Hertha BSC und leicht favorisiert? Klar! 2,90 Euro gibt es für jeden eingesetzten Euro, falls die Berliner heute (Anpfiff 18.30 Uhr) gewinnen, nur 2,40 Euro bei einem Gladbacher Erfolg. Tatsächlich hätte Dieter Heckings Mannschaft in dem Fall elf Auswärtspunkte gesammelt, denen zehn Heimpunkte gegenüberstünden.

Nur signalisiert eine Quote von 2,9:2,4 eben auch: keine Ahnung, wie das ausgeht. Der Stand bei Borussia ist ähnlich wie vor fünf Wochen. "Einen Flow kann man sich nicht einreden", sagte Christoph Kramer damals. Gladbach hatte drei Punkte Rückstand auf den Dritten und zwei Vorsprung auf den Zehnten. Vor dem aktuellen, dem zwölften Spieltag, waren es: zwei Rückstand auf den Dritten und zwei Vorsprung auf den Zehnten. Ein Sieg wäre ein Signal nach oben, ein Unentschieden zumindest ein Fortschritt, weil Borussia erstmals in dieser Saison drei Ligaspiele in Folge ungeschlagen wäre. Nur der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln warten ebenfalls auf eine solche Miniserie. Der Klang der Namen suggeriert, wie sehr es Borussia noch an Konstanz mangelt. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist: Auf zwei ungeschlagene Spiele in der Liga folgte stets eine Niederlage - am dritten, sechsten und neunten Spieltag. Umso wichtiger wäre es heute, am zwölften, den Kreislauf zu durchbrechen.

Personell haut das mit der Konstanz sehr gut hin, nur auf dem Flügel rotiert Hecking regelmäßig, auch weil das Verletzungspech immer wieder zuschlägt. Obwohl er davon nach zwei Leidensjahren bisher verschont geblieben ist, kommt Patrick Herrmann selten zum Zug. "Ich gebe in jedem Training Gas und hoffe, dass die Chance kommt, wieder mehr zu spielen. Dass ich mir Gedanken über meine Zukunft mache, ist aber klar", sagte das Eigengewächs im Gespräch mit unserer Redaktion. Heute in Berlin muss der 26-Jährige hoffen, dass Raffael nur auf der Bank sitzt und Thorgan Hazard dafür ins Zentrum rückt. 2,9 für einen Startelf-Einsatz von Herrmann und 2,4 dagegen - auch das klingt nach realistischen Quoten.

Quelle: RP
 
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