| 16.10 Uhr

Borussias Nummer zwei
Sippel steht vor einer Premiere

Porträt: Tobias Sippel: Pfälzer, Ehrmann-Schüler, Gladbacher
Porträt: Tobias Sippel: Pfälzer, Ehrmann-Schüler, Gladbacher FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Borussias zweiter Torwart Tobias Sippel ersetzt am Sonntag in Stuttgart erneut den verletzten Yann Sommer. Hinter dem Einsatz von Raffael steht noch ein Fragezeichen. Von Georg Amend

Die beherrschende Nummer für Tobias Sippel ist die Zwei. Hinter Yann Sommer ist er die Nummer zwei im Tor von Borussia und in den ersten drei Spielen, die er für Gladbach machte, gab es 2:0-Siege: Gegen Wolfsburg im Oktober 2015, in Darmstadt (Mai 2016) und gegen Stuttgart (September 2017), wo er auch am Sonntag (15.30 Uhr, Live-Ticker) im Tor stehen wird, da Sommer mit einem Muskelfaserriss weiter ausfällt. Und das beschert Sippel dann seine erste Drei in Gladbach, denn bislang absolvierte er dort noch nie drei Bundesligaspiele in Folge, was also am Sonntag zu einer Premiere führt nach seinen Einsätzen gegen Frankfurt und Leipzig zuletzt.

Dass diese beiden Partien verloren wurden (0:2 gegen die Eintracht, 0:1 gegen RB Leipzig), lag gewiss nicht an Sippel, der vor allem zu Hause gegen die Sachsen stark hielt. Deshalb sagt Trainer Dieter Hecking: "Auf der Torwartposition habe ich die geringsten Probleme. Tobi ist in einer guten Verfassung und hat gezeigt, dass wir uns voll auf ihn verlassen können. Und auch wenn wir uns wünschen, dass Yann schnell wieder zurückkommt, gehen wir da null Risiko ein."

Sommer ist zwar die klare Nummer eins bei Borussia, Sippel steht ihm aber in Sachen Reflexe, Strafraumbeherrschung und Spielaufbau in nichts nach. Der Ex-Lauterer ist seit 2015 bei Borussia und kommt bislang in dieser Zeit auf sechs Einsätze in der Bundesliga, einen im DFB-Pokal und zwei in der Champions-League-Qualifikation 2016. Seine Bilanz ist bei fünf Siegen und drei Niederlagen positiv, auch wenn der Trend mit drei Niederlagen aus den letzten drei Spielen negativ ist.

Der 29-Jährige hat daran aber weniger Anteil als die Abteilung Attacke, die in den vergangenen beiden Partien nicht traf. "Sie haben es alle nicht verlernt", sagt Hecking über die Treffsicherheit der Offensivleute. "Es gibt Phasen, da triffst du jedes Ding, es gibt Phasen, da musst du dir alles erarbeiten. In so einer Situation sind wir gerade. Wir wollen diese Phase möglichst schnell beenden, aber eine Garantie wirst du durch Worte oder Handauflegen nicht kriegen. Wir gehen mit der Situation kritisch um, aber nicht so, dass wir alles an die Wand tackern", sagt der Trainer.

Er muss in Stuttgart erneut auf acht Profis verzichten. Neben Sommer sind das Oscar Wendt, Julio Villalba, Fabian Johnson, Laszlo Bénes, Ibrahima Traoré, Tobias Strobl und Mamadou Doucouré. Hinter dem Einsatz von Raffael steht noch ein Fragezeichen, auch wenn der Brasilianer das Training wieder aufgenommen hat. Er war im Hinspiel der Doppeltorschütze beim 2:0-Erfolg – ein Ergebnis, das Sippel am Sonntag gern wieder nehmen würde, und das recht typisch für ihn wäre.

 
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