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Borussia Mönchengladbach
Ingolstadt oder Barca? Für Jantschke macht das keinen Unterschied

Porträt in Bildern: Das ist Tony Jantschke
Porträt in Bildern: Das ist Tony Jantschke FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Tony Jantschke ist so verdammt pragmatisch. Es sind nur wenige Tage, bis der FC Barcelona in den Borussia-Park kommt. Ein Gegner, der lange Jahre nur ein bewundernswerter Name im Fernseher war oder ein gern gewähltes Team auf der Playstation. Von Karsten Kellermann

Doch Tony Jantschke, der schon lange klargestellt hat, dass ihm jedes Bundesligaspiel genauso wichtig ist wie eines in der Champions-League, wird im Fohlenecho zum heutigen Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit folgendem Satz zitiert: "Für mich gibt es jetzt nur das Spiel gegen Ingolstadt." Diese Einstellung vermutete der Vize-Kapitän auch beim Rest der Borussen.

Dass Jantschke wieder aktiv beteiligt sein wird, nachdem er in Leipzig nicht im Team war, ist zu vermuten. Denn Tobias Strobl hat sich eine Verletzung zugezogen, die schon in der Rückrunde der vergangenen Saison knapp ein Dutzend Borussen plagte: einen Muskelfaserriss. Bis auf Weiteres wird der Defensivallrounder fehlen. Jantschke dürfte für ihn ins Team rücken, hat er doch ähnliche Fähigkeiten wie der Kollege: Er ist hinten variabel einsetzbar, ob in der Dreier- oder in der Viererkette. Möglich, dass er mit Nico Elvedi (oder Julian Korb) und Jannik Vestergaard die Dreierreihe hinten bildet und Andreas Christensen erneut den abkippenden Sechser gibt.

Früher, bei Lucien Favre war Jantschke vor allem Rechtsverteidiger – und als solcher Nachfolger von Tobias Levels. Der spielt jetzt für den FC Ingolstadt. Solche Wiedersehen sind für Jantschke dann auch weit interessanter als irgendwelche Statistiken zum Gegner. Einen "guten Kontakt" habe er noch zum einstigen Konkurrenten, ließ Jantschke nun wissen. Levels und die anderen Ingolstädter beschreibt er als "unangenehm zu spielende Mannschaft", womit er in der Beschreibung des Gegners dem Mainstream folgt. "Wir müssen stark dagegenhalten", weiß Jantschke.

Nach dem Abpfiff ist aber auch für Jantschke nicht mehr Ingolstadt das Thema, sondern Barcelona, nicht mehr der Ex-Borusse Mathew Leckie, sondern Männer wie Neymar und Suarez. Doch auch das wird er ganz pragmatisch angehen. Denn Barcelona ist auch nichts anderes als der FC Ingolstadt: der nächste Gegner. Und auch da spielt ein alter Bekannter: Marc-André ter Stegen. So gibt es für Tony Jantschke eigentlich keinen Unterschied zwischen Ingolstadt und Barca.

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