| 11.30 Uhr

Tony Jantschke im Interview
"Wenn ich trainiere, kann ich auch spielen"

Jantschke kehrt ins Training zurück
Jantschke kehrt ins Training zurück FOTO: Dirk Päffgen
Tony Jantschke ist nach 33 Tagen Pause wieder ins Training eingestiegen. Er hatte muskuläre Probleme. Die ersten drei Pflichtspiele hat er verpasst. Karsten Kellermann sprach mit dem 26-Jährigen.

Herr Jantschke, sind Sie seit Dienstag wieder voll im Training. Das tut gut, oder?

Tony Jantschke Es tut immer gut, auf dem Platz zu stehen. Ich hatte ja schon am Ende der vergangenen Saison gefehlt, hatte dann im Urlaub viel gemacht, war dann richtig gut in der Vorbereitung dabei, dann hat leider der Muskel ein bisschen gestreikt. Es gibt Schlimmeres, zum Glück habe ich die Vorbereitung größtenteils mitgemacht, vor allem die laufintensiven Einheiten und das Trainingslager. Daher sollte ich nicht ganz so viel verloren haben.

Der Muskel ist wieder völlig okay?

Jantschke Ich habe keine Probleme mehr. Aber trotzdem müssen wir aufpassen, was mit dem Oberschenkel ist, wie er reagiert. Die Sache war hartnäckig. Ich hatte es ja vorher schon zwei-, dreimal versucht wieder einzusteigen, das klappte nicht. Das war natürlich für alle unbefriedigend. Eigentlich hatte ich alles mit unserem Reha-Trainer Andy Bluhm gemacht, aber bei den letzten paar Prozent wollte der Muskel nicht so recht anspringen. Darum habe wir ihm noch eine Woche länger Zeit gegeben, da kann uns entgegen, dass die Länderspielpause war. Theoretisch hätte ich letzte Woche schon etwas machen könne, aber wir habe gesagt: Nein, wir riskieren nichts. Jetzt sollte das Thema hoffentlich erledigt.

Wie lange dauert es, bis Sie wieder richtig spielfit sind?

Jantschke Ich hoffe natürlich, dass ich bald wieder spielen kann. Genau kann man es nicht sagen, wie gesagt, wir müssen schauen, wie der Muskel reagiert. Wir werden in den nächsten ein bis zwei Wochen noch genau darauf schauen, wie wir das Training dosieren. Aber man kennt mich: Wenn ich mittrainiere, kann ich auch spielen.

Theoretisch könnten Sie auch gegen Frankfurt im Kader sein.

Jantschke Ich hoffe es natürlich. Aber wie gesagt, das werden wir mit den Trainern und der medizinischen Abteilung in Ruhe besprechen und dann entscheiden.

Ein wenig gebrauchen kann Borussia gesunde Defensivallrounder wie Sie schon. Mamadou Doucouré fehlt noch immer, Tobias Strobl hat einen Kreuzbandriss und Kolo wird wahrscheinlich noch gehen.

Jantschke Absolut. Wenn Strobi, Fabian Johnson und ich lange ausfallen, fehlen gerade drei sehr variabel einsetzbare Spieler, das ist immer unglücklich. Aber Fabi war jetzt wieder dabei, jetzt bin ich wieder da, darum hat sich die Situation etwas entspannt. Reece Oxford ist auch da und hat im Nationalteam gespielt – wir haben da einige Möglichkeiten.

Für Sie gilt, jetzt möglichst schnell den Anschluss zu schaffen.

Jantschke Ich habe damit recht wenige Probleme, das hat die Vergangenheit gezeigt. Wenn ich fit bin, habe ich immer meine Einsatzzeiten bekommen. Natürlich hat es Nico Elvedi hinten rechts gut gemacht, man weiß aber nie was ist. Wir werden ganz sicher alle Spieler brauchen in dieser Saison. Wenn man die Saisons mal durchgeht und sich die Aufstellungen zu Saisonbeginn und an den letzten Spieltagen anschaut, dann verändert sich immer sehr viel. Darum bin ich ganz entspannt.

(kk)
 
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