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Borussia Mönchengladbach
Jantschke war "schockiert" über Wahlergebnis in Sachsen

Porträt in Bildern: Das ist Tony Jantschke
Porträt in Bildern: Das ist Tony Jantschke FOTO: Dirk Päffgen
Exklusiv | Mönchengladbach. Tony Jantschke ist bekannt für seine Heimatverbundenheit. In seiner Geburtsstadt Hoyerswerda veranstaltet Borussias Profi regelmäßig sein Fußballcamp. Über das Wahlergebnis in Sachsen sagt er: "Man muss nicht drumherum reden, dass da irgendetwas schiefläuft." Von Jannik Sorgatz und Karsten Kellermann

Im Wahlkreis Bautzen I hat die AfD am vergangenen Sonntag ihr viertbestes Zweitstimmenergebnis geholt. Die zweitgrößte Stadt dort heißt Hoyerswerda, und das wohl bekannteste Gesicht der Stadt ist Tony Jantschke. Dass den 27-Jährigen, der sogar als Botschafter der Oberlausitz auftritt, solche Zahlen beschäftigen, verwundert deshalb gar nicht. "Über das Ergebnis aus Sachsen war ich schon sehr schockiert, keine Frage", sagt Jantschke im Interview mit unserer Redaktion. "Ich habe selber zu Hause gewählt per Briefwahl, weil ich in Gladbach meinen Nebenwohnsitz habe."

In ganz Sachsen wurde die AfD bei der Bundestagswahl sogar stärkste Kraft. Man müsse "nicht drumherum reden", dass etwas schief laufe. Das Wahlergebnis werde in der Kabine bei Borussia auf jeden Fall diskutiert, so Jantschke.

"Wir leben zum Glück in einer Demokratie, in der sich jeder frei äußern kann. Und wenn jemand unzufrieden ist, kann er das äußern – aber in einem bestimmten Rahmen", sagt er und verbindet seine Aussage mit einem deutlichen Statement gegen Fremdenfeindlichkeit: "Ich weiß, dass Rassismus existiert. Aber ich kann mich schwer in diese Leute hineinversetzen, weil mir die Herkunft eines Menschen grundsätzlich egal ist. Jeder Mensch hat seine Würde – und die kann ihm niemand absprechen."

Jantschke wechselte bereits mit elf Jahren aus Hoyerswerda, das nach der Wende die Hälfte seiner verloren hat, zum FV Dresden-Nord (heute SC Borea Dresden) und von dort mit 16 ins Gladbacher Jugendinternat. Seitdem hat er 236 Profispiele für den Klub absolviert, das bislang letzte aufgrund von Verletzungssorgen jedoch am 1. April dieses Jahres. Jetzt fühlt er sich jedoch bereit, um der Mannschaft gegen Hannover 96 zu helfen. "Es ist ein Heimspiel und wir wollen gewinnen – gerade nach dem Dortmund-Spiel", sagt er. "Leider haben wir gegen Frankfurt zu Hause schon Punkte liegen lassen. Das läuft uns noch etwas hinterher."

Das komplette Interview finden Sie am Samstag in der Rheinischen Post Mönchengladbach und online im "Fohlenfutter".

 

 
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