| 19.07 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Defensive Rückkehrer steigern Härtefall-Potenzial

Borussia Mönchengladbach: Tony Jantschke und Reece Oxford wieder da
Gewusel auf dem Trainingsplatz am Dienstag vor dem Derby. FOTO: Jannik Sorgatz
Unter Umständen muss Dieter Hecking am Wochenende den ersten personellen Härtefall der Saison moderieren. Derweil läuft den Borussen bei Timothée Kolodziejczak ein wenig die Zeit davon. Von Jannik Sorgatz, Mönchengladbach

Tony Jantschke ging als einer der ersten Borussen vom Platz, doch diesmal war es keine schlechte Nachricht. Erstmals seit mehr als zwei Wochen hatte der 27-Jährige mit der Mannschaft trainiert. Und da die Woche vor dem Derby gegen den 1. FC Köln (Anpfiff am Sonntag um 18 Uhr) lang ist, könnte es unter Umständen noch reichen für Jantschke. Im Lauftraining ist er schon länger wieder.

Auch Reece Oxford, der Knöchelprobleme hatte, meldete sich gestern nach zwei Wochen Pause zurück, anders als Jantschke blieb er sogar bis zum Ende. Trainer Dieter Hecking dürfte somit in der Lage sein, im ersten Ligaspiel eine Option für die Abwehr für die Bank zu nominieren. Im DFB-Pokal gegen Rot-Weiss Essen war sein Allrounder Fabian Johnson der defensivste Ersatzmann gewesen.

Vielleicht muss Hecking am Wochenende also den ersten Härtefall der Saison moderieren. Wenn er weiter auf Kwame Yeboah im Kader setzt, um einen Mittelstürmer im Angebot zu haben, müsste der Trainer einen aus dem Flügelquartett streichen. Besagter Johnson kann stets mit seiner Vielseitigkeit wuchern, Hofmann hat in Essen nach seiner Einwechslung eine Bewerbung für Kaderplatz-Garantie abgegeben. Es würde auf Vincenzo Grifo oder Patrick Herrmann hinauslaufen, die klassische Optionen auf der Außenbahn sind. Heißt: Sechs-Millionen-Euro-Neuzugang oder Eigengewächs mit mehr als 200 Spielen für den Verein auf der Tribüne?

Begonnen hatte die Trainingswoche gestern mit einer Einheit der Marke "Nicht geliebt, aber wichtig". Die Devise ist immer angesagt, wenn die Athletiktrainer ihre Übungen mit den Profis absolvieren. Während die Borussen sich also zunächst auf dem Nebenplatz um ihre Körper kümmerten, arbeitete auf dem großen Platz einer von ihnen eher einsam für sein Comeback. Timothée Kolodziejczak soll zwar bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, fehlt nun aber schon fünf Wochen nach seinem Muskelfaserriss. Zur Erinnerung: Es war das zweite Testspiel der Vorbereitung in Eupen, als er sich verletzte. Heute in 15 Tagen schließt das Transferfenster. Potenzielle Interessenten konnten gestern zumindest beobachten, dass der Franzose schon wieder ganz rund läuft.

Den längsten Arbeitstag hatten die beiden Confed-Cup-Sieger. Lars Stindl und Matthias Ginter drehten noch einige Runden um den Trainingsplatz, als zahlreiche Selfie- und Autogrammjäger sich schon zufrieden nach Hause aufmachten. Heute stehen dann zwei Einheiten auf dem Programm, morgen eine nicht-öffentliche, Freitag eine um 15.30 Uhr und eine am Samstag um 18 Uhr.

 
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