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Borussia Mönchengladbach
Top-Adresse für Top-Talente

Hinteregger und Gladbach: Eine Win-Win-Situation
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach gilt bei jungen Fußballern als der perfekte Verein für den nächsten Schritt. Von Stefan Klüttermann

Mönchengladbach steht nicht gerade im Verdacht, eine der ersten Adressen hierzulande zu sein, wenn Besucher aus anderen Teilen Europas einen Städtetrip nach Deutschland planen. Für Europas Fußballtalente stellt sich die Sache dagegen längst ganz anders dar: Borussia Mönchengladbach ist mittlerweile eine der ersten Adressen für junge Profis aus dem In- und Ausland geworden, um sich auf hohem Niveau Richtung Top-Level weiterzuentwickeln. Martin Hinteregger ist dafür das nächste Beispiel.

"Für mich war es Zeit, den nächsten Schritt zu machen, und da ist Gladbach für mich natürlich der perfekte Verein", sagte der 23-jährige Österreicher bei seiner Vorstellung im Trainingslager von Belek.

Hinteregger gilt als größtes Abwehrtalent Österreichs, und bei Borussia trifft er auf Andreas Christensen, Dänemarks größtes Abwehrtalent, auf Nico Elvedi, eines der Top-Talente der Schweiz, auf Thorgan Hazard, eines der größten Talente Belgiens, oder auf Mo Dahoud, eines der größten Mittelfeldtalente Deutschlands.

Borussia-Neuzugang Hinteregger: "Früher war ich jung und dumm"

"Wir legen natürlich Wert auf deutsche Talente, da kommen ja Gott sein Dank auch einige aus der eigenen Akademie hoch, aber natürlich schauen wir auch über den Tellerrand hinaus. Ich glaube, dass wir in den letzten Jahren gut damit gefahren sind, diese Mischung zu haben. 'Mischung' ist für mich das Zauberwort für unseren Kader. Wir müssen hungrige Spieler finden, wir sind ein hungriger Verein", sagt Eberl.

Dass Talente wie die genannten Borussia auswählen als Sprungbrett für ihre Karriere, hat sich der Verein erarbeitet. Dass Chefscout Steffen Korell und Eberl die Talente am Ende auch bekommen, resultiert aus einer vorausschauenden Kaderplanung und einem guten Netzwerk in den auserkorenen europäischen Märkten. "Wir als Verein versuchen, in der Planung immer recht früh dran zu sein. Um dann möglichst einen Vorsprung zu haben, um mit dem Spieler sprechen zu können und ihn von unserer Idee zu überzeugen. Martin beispielsweise ist ein Spieler mit unglaublich hohem Potenzial, den wir schon über einen sehr langen Zeitraum beobachtet haben. Wir kennen ihn die letzten sieben Jahre", sagt Eberl.

Und er sagt auch: "Spieler sollen zu uns wollen, und wenn sie zu uns wollen, werden wir alles in unserer Kraft stehende tun, um den Wechsel umzusetzen. Wenn wir überzeugt sind, sind wir bereit im Rahmen der Möglichkeiten in Gladbach zu investieren."

Das ist Martin Hinteregger FOTO: Dirk Päffgen

Talente zu verpflichten ist eine Säule in Gladbachs Kaderplanung, die anderen beiden betreffen den Kauf von Führungsspielern und das Hochziehen eigener Talente. Mittelmaß, Spieler im Spätherbst, angebotene Kandidaten - das alles suchen und nehmen sie längst nicht mehr am Niederrhein.

Hinteregger jedenfalls hat "nicht lange überlegen müssen, als Gladbach angefragt hat", und auch Christensen sagte neulich im Interview mit unserer Redaktion, wenn er bei seinem Stammverein FC Chelsea nach Ende seiner Ausleihe an Borussia 2017 keine Aussicht auf Einsätze habe, sei ein Verbleib in Gladbach auf jeden Fall ein Thema. Die jungen Borussen wollen in der Bundesliga durchstarten, und sie wissen, dass man ihnen in Gladbach die Möglichkeit dazu gibt - genauso wie die Möglichkeit, zu lernen, auf und neben dem Platz.

Wie im Fall Hinteregger. "Ich war früher jung und dumm und hab sicherlich zu viel und zu früh - wie man in Österreich sagt - die Pappen aufgerissen. Als junger Spieler darf man solche Fehler vielleicht noch machen, aber ich habe daraus gelernt", sagt er.

Max Eberl saß neben ihm und lächelte.

Quelle: RP
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