| 11.11 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Topf drei in der Königsklasse ist noch drin

Bern - Gladbach: Einzelkritik
Bern - Gladbach: Einzelkritik FOTO: ap
Mönchengladbach. In ihrer ersten Champions-League-Saison hatte die Borussia zwar attraktive, letztlich aber einen Tick zu starke Gegner. Verteidigt sie den Vorsprung gegen die Young Boys Bern im Rückspiel am Mittwoch, ist diesmal Topf drei von vier möglich. Von Jannik Sorgatz

Italiens Rekordmeister Juventus Turin, der hyperreiche Scheichklub Manchester City und der FC Sevilla, der am Ende den Hattrick in der Europa League schaffte – Gladbachs Champions-League-Gruppe im vergangenen Jahr war die schwierigste im Wettbewerb. Mit fünf Punkten wurde die Borussia Vierter und schied aus. Hat sie nun ähnliches Glück wie bereits vor zwei Wochen in der dritten Qualifikationsrunde, weil die richtigen Klubs ausscheiden, könnte es diesmal etwas leichter werden (vorausgesetzt natürlich, es reicht zum Weiterkommen gegen Bern).

Nachdem die Hinspiele der Play-offs durch sind, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Chancen der Mannschaft von Trainer André Schubert, es noch in Topf drei zu schaffen. Für die Besetzung ist wieder einmal der Uefa-Koeffizient relevant. Von 22 bereits für die Gruppenphase qualifizierten Teams haben 21 einen besseren Koeffizienten als die Borussia (42,035). Je acht Plätze in den ersten beiden Töpfen sowie fünf im dritten sind vergeben – bleiben dort also noch drei freie.

Einen davon peilt Gladbach an, womit sich in den übrigen neun Play-off-Duellen nur zwei mit einem besseren Koeffizienten durchsetzen dürfen. Das klingt utopisch, ist aber keineswegs undenkbar. Bei Dundalk FC gegen Legia Warschau, Hapoel Be'er Scheva gegen Celtic Glasgow und FC Kopenhagen gegen Apoel Nikosia kommt auf jeden Fall ein schwächeres Team weiter. Übrig bleiben demnach sechs Paarungen, die aus Sicht der Borussia wichtig sind.

Scheitert dort viermal der Verein mit dem besseren Koeffizienten, ist der VfL in Topf drei. Am kommenden Dienstag und Mittwoch lohnt sich also auch ein Blick auf folgende Spiele. Die gefetteten Teams haben einen schlechteren Koeffizienten als Gladbach:

Manchester City - Steaua Bukarest (Hinspiel 5:0)
AS Rom - FC Porto (1:1)
AS Monaco - FC Villarreal (2:1)
Red Bull Salzburg - Dinamo Zagreb (1:1)
Viktoria Pilsen - Ludogorets Rasgrad (0:2)
FK Rostow - Ajax Amsterdam (1:1)

ManCity ist zwar durch, aber ansonsten gewannen zwei der fünf Teams, die der Borussia Schützenhilfe leisten können. Der Rest spielte 1:1.

Ausgelost wird die Champions League am 25. August um 18 Uhr. Am Vorabend allerdings muss Gladbach erst dafür sorgen, dass nicht doch noch der 26. August das entscheidende Datum für die "Elf vom Niederrhein" ist – wenn die Europa-League-Gruppen ermittelt werden.

(jaso)
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