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Borussia Mönchengladbach
Borussia geht die Luft aus - 3:4 gegen Werder Bremen

Bremer Doppelschlag ist zu viel für Borussia
Bremer Doppelschlag ist zu viel für Borussia FOTO: dpa, rwe hak
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach ist kurz vor Ende der Hinrunde binnen weniger Tage nachhaltig aus dem Tritt gekommen. Nach dem Aus im Europapokal in der Vorwoche und dem 0:5 in Leverkusen am Samstag schied die Mannschaft von Trainer André Schubert nun durch ein turbulentes, teilweise vogelwildes 3:4 gegen Werder Bremen auch im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal aus. Von Stefan Klüttermann

"Wir haben alles versucht, aber es hat leider nicht gereicht", sagte Doppeltorschütze Branimir Hrgota nach der Partie. Mit einem Sieg am Sonntag gegen Darmstadt will man nun zumindest noch die Bundesliga-Halbserie mit dann zufriedenstellenden 29 Zählern abschließen.

Der Abend begann für die Borussen schon nicht gerade wunschgemäß: zum einen mit dem nächsten Namen auf der Liste langfristiger Ausfälle (Tony Jantschke, Kreuzbandriss) und zum anderen mit einer Viertelstunde Verspätung wegen Staus auf den Anfahrtsstraßen zum Borussia-Park. Und auch danach lief alles gar nicht so wie gedacht, denn Kellerkind Bremen machte den Gastgebern das Leben schwerer als von vielen erwartet. Als Yann Sommer im Borussen-Tor gegen Claudio Pizarro und Theodor Gebre Selassie aus kurzer Distanz parieren musste und auch Werder-Kapitän Clemens Fritz mit seinem Schuss das Tor nur knapp verfehlte, erinnerte das alles an Gladbachs jüngste torreiche Niederlagen in Manchester und Leverkusen.

Bei Borussia lief nicht viel zusammen, die Präzision im Passspiel fehlte spätestens ab der Mittellinie, so dass die Partie oft von den Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten lebte. In diese Kategorie passte auch Raffaels Lauf alleine auf Felix Wiedwald zu, als der Brasilianer Bremens Keeper kläglich anlupfte. Wenig verwunderlich fiel schließlich das erste Tor, als die Gladbacher erstmals im Vorwärtsgang über drei Stationen fehlerfrei kombinierten: Der ansonsten wieder hektisch agierende Mo Dahoud passte an der Strafraumgrenze auf den neu ins Team gekommenen Thorgan Hazard, der Belgier ließ den Ball mustergültig prallen, und Lars Stindl schob ihn überlegt ein. Es war bereits sein elftes Tor für die Borussen.

Borussia-Noten: Xhaka ließ jegliche Souveränität vermissen FOTO: Dirk Päffgen

Doch Schuberts verletzungsgeplagte Borussen sind dieser Tage eben nicht mehr das stabile Team vergangener Wochen. Und so sorgte auch die Führung gestern Abend für keine Beruhigung des Gladbacher Spiels. Im Gegenteil: Bremens Linksverteidiger Janek Sternberg nahm den angebotenen Freiraum kurz nach der Pause dankend an und drosch den Ball flach zum 1:1 ins lange Eck. Bremen war zurück im Spiel, und Borussia verzeichnete das zehnte Gegentor in drei Spielen. Nummer elf folgte auf dem Fuß: Hüne Jannik Vestergaard schaltete nach einem Bremer Freistoß am schnellsten und traf im Nachschuss zum 2:1. "Wir haben Bremen mit Fehlern die Tore ermöglicht. Das hat auch mit fehlender geistiger Frische zu tun", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Borussia war kurz geschockt, wehrte sich dann aber umso wütender. Der eingewechselte und unter Schubert bisher kaum berücksichtigte Branimir Hrgota nahm drei Torchancen Anlauf, bevor er den Ball an Wiedwald vorbei brachte. Doch wer als Borusse dachte, nun würde alles gut, sah sich getäuscht: Pizarro stellte die Bremer Führung aus kurzer Distanz umgehend wieder her, und Anthony Ujah versetzte Gladbach mit dem 4:2 den endgültigen K.o. Das Anschlusstor durch Hrgotas zweiten Treffer kam zu spät. Vor einer Woche stand Borussia noch in drei Wettbewerben. Nun ist es also nur noch einer.

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