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"Sie stehen wie eine Eins hinter ihrem Klub"
Hoeneß lobt Borussias Fans und mag den Niederrheiner

So beuten die Bayern die Liga aus
So beuten die Bayern die Liga aus FOTO: dpa, Alexander Hassenstein
Mönchengladbach. Der Präsident des FC Bayern findet im "Fohlenecho" ausschließlich gute Worte für die Anhänger. Er spricht auch über das Verhältnis zu Jupp Heynckes - und wie aus Konkurrenten Freunde wurden.

Uli Hoeneß hat eine hohe Meinung von Borussias Fans. "Was mir an Gladbach gut gefällt – und das ist keine Kritik an unseren Fans, weil wir in so einer Situation nie waren - , ist, wie die Fans dort ihren Verein positiv begleiten, und zwar durch dick und dünn. Aufstieg, Abstieg, Wiederaufstieg, gute Saison, schlechte Saison: Man hat immer das Gefühl, die Fans stehen wie eine Eins hinter ihrem Klub. Das habe ich in Gladbach immer bewundert", sagt der Präsident des FC Bayern München in einem Interview mit Gladbachs Klubmagazin  "Fohlenecho". Die Bayern spielen am nächsten Samstag (25.11.) in Gladbach.

Generell hat Hoeneß eine hohe Meinung vom einstigen großen Rivalen der 70er Jahre. "Gladbach hat es verstanden, immer ein unglaublich populärer Verein zu bleiben, weil es immer einen frischen Fußball gespielt und immer mit jungen Leuten gearbeitet hat, was bei Fußball-Fans ungemein gut ankommt. Heute empfinde ich Gladbach als einen ungeheuer sympathischen Verein, der bei Millionen von Fans dieses Image hat", sagte Hoeneß. "In Gladbach wird aus meiner Sicht wirtschaftlich, für die Möglichkeiten, die man dort hat, exzellent gearbeitet", so der 65-Jährige.

Hoeneß mag zudem den Niederrheiner, weil "er eben sehr bodenständig ist. Die ganze Gegend habe ich so kennengelernt, mit Menschen, die sehr an ihrer Heimat hängen. Ich bin mit wenigen aus der Bundesliga aus der Zeit, als wir gespielt haben, so richtig befreundet, aber interessanterweise sind davon die meisten aus Gladbach. Ob es Günter Netzer ist oder Rainer Bonhof, mit dem mich wirklich eine enge Freundschaft verbindet, auch mit Berti Vogts habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Diese Freundschaften sind entstanden, obwohl es damals große Duelle zwischen uns gab. Unsere Freundschaft hat das alles überstanden", sagt Hoeneß.

Das enge Verhältnis zum Wieder-Bayern-Trainer Jupp Heynckes, dem gebürtigen Gladbacher und nach wie vor besten Borussen-Torjäger, sei erst entstanden, als Heynckes 1987 Trainer bei den Bayern wurde. "Wir waren als Spieler in der Nationalmannschaft nicht so eng befreundet, wir waren ja Konkurrenten um die Plätze", sagte Hoeneß. Als Heynckes 2016 den Ehrenring der Stadt Mönchengladbach verliehen bekam, hielt Hoeneß eine bewegende Lobrede im Kaisersaal des Haus Erholung.

(kk)
 
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