| 11.47 Uhr

Mordkommission ermittelt
Verletzter Borussia-Fan nicht mehr auf der Intensivstation

Mönchengladbach. Am 20. Dezember wurde ein Borussia-Fan durch einen Tritt gegen den Kopf lebensgefährlich verletzt. Mittlerweile hat der 36-Jährige die Intensivstation verlassen.

Das Opfer war nach der Attacke vor dem letzten Spiel des Jahres gegen den SV Darmstadt mit einem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik nach Düsseldorf gebracht worden. Er soll hinter der Nordkurve mit einem 29-Jährigen aneinandergeraten sein, der in der Fanszene als Vorsänger und sogenannter Capo der Ultras bekannt ist.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 36-Jährige den Jüngeren mit Bier bespritzt haben. Ob dies absichtlich oder aus Versehen geschah, ist noch nicht klar. Nach Angaben der Polizei schlug der 29-Jährige nicht nur zu. Er soll auch mehrfach auf den Kopf des Kontrahenten eingetreten haben, als der bereits am Boden lag.

Unter den Fans gibt es dagegen unterschiedliche Versionen des Tathergangs. Einige berichten auch, der 36-Jährige habe den Jüngeren zuerst attackiert. Dabei sei er gestürzt und auf den Kopf gefallen. Nach Informationen unserer Redaktion hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet.

Der mutmaßliche Täter war noch am 21. Dezember nach einem Termin bei der Haftrichterin unter Auflagen frei gelassen worden. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags vor.

(gap/jaso)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.