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Borussia Mönchengladbach
Borussia geschockt über schwere Verletzung von Hahn

Fotos: Hahn muss nach rüdem Foul vom Platz getragen werden
Fotos: Hahn muss nach rüdem Foul vom Platz getragen werden FOTO: dpa, fg hak
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach hat gegen Schalke 04 den fünften Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren, doch die schwere Verletzung von André Hahn trübte die Freude über das 3:1 (1:0) erheblich. Der Gladbacher wird lange ausfallen.

Der Schalker Johannes Geis hatte Hahn in der 80. Minute mit gestrecktem Bein am linken Knie getroffen. Für das brutale Einsteigen sah er völlig zurecht die Rote Karte, für Hahn dürfte das allerdings ein schwacher Trost sein. Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung endete für ihn der Tag auf einer Trage und dann im Krankenhaus. Dort wurde bei dem Gladbacher eine Fraktur des Schienbeinkopfes und ein Riss des Außenmeniskus diagnostiziert. Das gab der Verein am Sonntagabend bekannt. Hahn wird am Montag im Krankenhaus Neuwerk in Mönchengladbach operiert und fällt wohl mindestens bis zum Ende der Hinrunde aus.

"Das Foul überschattet alles. Ich hoffe, dass es André Hahn bald wieder besser geht", sagte Borussias Interimstrainer André Schubert. "Ich finde das war ein ganz fieses Ding, ich möchte es gar nicht im Fernsehen sehen, ich weiß nur, dass André sehr lange kein Fußball mehr spielen wird", sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl regelrecht geschockt. Geis entschuldigte sich nach dem Spiel in der Gladbacher Kabine. "Es tut ihm sehr leid", sagte Manager Horst Heldt: "Er ist ziemlich fertig."

Geis entschuldigte sich nach dem Spiel öffentlich via Facebook. "Mir tut das schlimme Foul an André sehr Leid und ich entschuldige mich bei ihm, seiner Familie, dem Verein und allen Fans. Ich habe ihn in der Situation nicht richtig gesehen und habe seine Bewegungen falsch eingeschätzt", schrieb er in dem Sozialen Netzwerk. "Wer mich kennt, weiß, dass ich ein fairer Sportsmann bin und mir so etwas in meiner Karriere noch nie passiert ist."

Ralf Fährmann verteidigte seinen Teamkollegen: "Er geht zum Ball, er sieht den Gegenspieler vielleicht gar nicht. Er ist einer der liebsten Spieler überhaupt", sagte der Torhüter. Auch Schalke-Trainer André Breitenreiter betonte, Geis sei ein sauberer Junge: "Natürlich war es ein sehr hartes Foul, das war aber niemals seine Absicht."

(areh)
 
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