| 19.14 Uhr

Borussia Mönchengladbach
"HSV hat nicht gewonnen, wir haben verloren"

Hamburg - Gladbach: Einzelkritik
Hamburg - Gladbach: Einzelkritik FOTO: Dirk Päffgen
Hamburg. Borussias Trainer André Schubert fand das 2:3 in Hamburg "bitter". Das war es vor allem, weil seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten großartig aufspielte und nach einer tollen Kombination 1:0 in Führung ging. Danach verlor sie den Faden, wofür keiner der Akteure Verständnis hatte.

"Die Bundesliga ist eng, und wir sind keine Mannschaft, die einen anderen Gegner einfach so an die Wand spielt. Wir müssen konzentriert sein, wir müssen Gas geben. Wir dürfen in keiner Weise ein Prozent nachlassen, sonst haben wir ein Problem. Das haben wir bekommen, so haben wir den Gegner reingebracht. Bei uns waren die Selbstverständlichkeiten plötzlich nicht mehr da", analysierte Schubert nach der dritten Niederlage im vierten Rückrundenspiel. Er habe schon "eine Minute vor der ersten Chance des HSV" eine gewisse Fahrigkeit festgestellt.

"Uns fehlte in diesem Spiel die Konsequenz", monierte Sportdirektor Max Eberl. "Wenn du so gut im Spiel bist, musst du einen angeschlagenen Gegner besser bespielen. Wir haben es nicht geschafft, Hamburg weiter zu beeindrucken. Und dann hat der HSV mit mehr Konsequenz hinten und mit mehr Konsequenz vorne gespielt – das hat den Ausschlag gegeben", befand Eberl. "Ärgerlich ist, dass die Konsequenz da war in den ersten 20 Minuten. Dann haben wir sie hergegeben. Der HSV war robust, du musst dagegenhalten. Das haben wir nicht getan. Darum hat der HSV heute nicht gewonnen, wir haben verloren", sagte Eberl.

Ähnliche Worte fand Torwart Yann Sommer, der in seinem 19. Ligaeinsatz erneut weit weg vor vom zweiten Zu-Null-Spiel. "Die Punkte haben wir uns mit der Leistung heute nicht verdient.  Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, dann haben wir komplett den Faden verloren. Wir haben uns durch Kleinigkeiten rausbringen lassen und den Gegner aufgebaut. Der HSV hat am Schluss verdient gewonnen", sagte Sommer.

Hamburg - Gladbach FOTO: dpa, chc jai

Erstmals seit Ende Oktober stehen die Borussen nun außerhalb der Europapokal-Ränge. Damals kamen sie jedoch von ganz unten und steckten in einer Siegesserie. "Jeder kann die Tabelle lesen. Wir hätten einen Riesenschritt machen können, haben das aber verpasst. Das wollten wir unbedingt. Wir haben jetzt sechs Punkte gegen Hamburg abgegeben, haben auch sechs Punkte gegen Mainz abgegeben, das ist natürlich ein bisschen viel, so haben wir uns das alle nicht vorgestellt", gestand Lars Stindl, der eine enttäuschende Leistung ablieferte.

(kk/jaso)
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