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Telekom Cup
Borussia verliert Elfmeterschießen gegen Bremen

Borussia - Bremen
Borussia - Bremen FOTO: rtr, gb
Mönchengladbach. Am Samstag präsentiert sich Borussia erstmals ihren Fans im eigenen Stadion. Beim Telekom Cup bestreitet sie nach einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen das Spiel um Platz drei – zuvor war in 45 Minuten kein Tor gefallen. Von Jannik Sorgatz, Mönchengladbach

Das neue Trikot hatten sie nur kurz bei der Präsentation des Kaders getragen, um kurz vor zwei stiegen Yann Sommer, Fabian Johnson und Co. schon wieder in Freizeitkleidung in den Aufzug, um sich das nächste Testspiel ihrer Kollegen anzuschauen. Damit hatten die Aufzugfahrer einen höheren Marktwert als die Elf, die beim Telekom Cup gegen Werder Bremen begann. Der erste Auftritt beim Blitzturnier sah nicht schlecht aus, dennoch mussten sich die Borussen am Ende im Elfmeterschießen mit 3:5 geschlagen geben. Sie treffen im Spiel um Platz drei auf den FC Bayern oder 1899 Hoffenheim.

In den Partien gegen Wuppertal (1:0), Eupen (2:2) und nun gegen Werder gab es zumindest einen kleinen Stamm von sechs Profis, die stets beginnen durften. Im Vergleich zum Test im Belgien am Mittwoch rückten Denis Zakaria (für den verletzten Timothée Kolodziejczak) und Mickael Cuisance (für Patrick Herrmann) in die Startelf. Beide Youngster liefen genau wie Vincenzo Grifo und Reece Oxford erstmals im Borussia-Park auf.

Der Test in Eupen hatte gezeigt, dass auch Vorbereitungsspiele eine hohen Unterhaltungswert haben können. Zwischen Borussia und Werder gab es den ersten Aufreger allerdings erst nach einer Viertelstunde – als rund 10.000 Fans des FC Bayern "Steht auf, wenn ihr Bayern seid" anstimmten und von den Gladbach-Anhängern ausgepfiffen wurden. Kurz darauf wurde es sportlich erstmals interessant: Cuisance setzte Jonas Hofmann, am Freitag 25 Jahre alt geworden, in Szene. Dessen Linksschuss nach schöner Drehung ging links vorbei.

In der 24. Minute hätte Max Kruse bei seiner Rückkehr in den Borussia-Park beinahe die Gäste in Führung gebracht. Sein Schuss aus zehn Metern flog knapp am rechten Winkel vorbei, Moritz Nicolas wäre chancenlos gewesen. Eine noch größere Möglichkeit hatte kurz darauf der wieder einmal auffällige Cuisance, der per Direktabnahme nach Tony Jantschkes Flanke an Bremens neuem Torwart Jiri Pavlenka scheiterte. Zehn Minuten vor dem Ende ließ der Tscheche mit einer großartigen Parade aufhorchen: Wieder war Hofmann nach gutem Zuspiel von Cuisance zum Abschluss gekommen. Doch der Offensivspieler wartet auch in der Vorbereitung weiter darauf, dass vor dem Tor der Knoten platzt.

Es ging schließlich ins Elfmeterschießen. Die ersten vier Bremer trafen, auch die ersten drei Borussen – dann scheiterte Cuisance nach zögerlichem Anlauf an Pavlenka. Anschließend machte Kruse den Finaleinzug für Werder klar.

(jaso)
 
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