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Borussia Mönchengladbach
Borussia will wieder Angstgegner sein

Die Einsatzminuten aller Spieler 2016/17
Die Einsatzminuten aller Spieler 2016/17 FOTO: dpa, gki
Mönchengladbach. Seit vier Spielen hat Rekordmeister Bayern München nicht mehr gegen die Mönchengladbacher gewonnen. Am Samstagabend kommt es zum nächsten Duell.  Von Jannik Sorgatz

Pep Guardiola startete in seine erste Rückrunde als Bundesliga-Trainer. Mario Götze war hoffnungsvoller Zugang beim FC Bayern. Und für Borussia Mönchengladbach spielten Marc-André ter Stegen und Juan Arango. Was sie am 24. Januar 2014 im Borussia-Park erlebten, liegt keine Ewigkeit zurück, aber es ist trotzdem bemerkenswert, dass es seitdem nicht mehr vorgekommen ist: Die Bayern gewannen gegen Gladbach. Gelingt ihnen heute zum fünften Mal in Folge seit diesem Abend kein Sieg, wäre das eine Premiere in der Bundesliga.

Borussias Stürmer André Hahn hatte also nicht die Bodenhaftung verloren, als er nach dem 2:0-Erfolg bei Celtic Glasgow am Mittwoch sagte: "Wir fahren auch nach München, um dort zu gewinnen." Er kennt es eben so, dass gegen den Rekordmeister immer etwas geht. Zuletzt beim 1:1 Ende April gelang ihm der Ausgleich. "In den letzten Begegnungen haben wir gegen die Bayern immer ganz gut ausgesehen", sagte Kapitän Lars Stindl, was angesichts der jüngeren Historie also an Understatement grenzte.

Vor dem Champions-League-Spieltag unter der Woche hatten sowohl Gladbach als auch die Bayern eine kleine Durststrecke erlebt und drei Spiele in Folge nicht gewonnen. Was ein 2:0 gegen Celtic und ein 4:1 gegen den PSV Eindhoven für das direkte Duell bedeutet, wissen beide nicht so recht. "Ich fand, dass die Bayern gegen Eindhoven nicht schlecht gespielt haben", sagte Borussias Trainer André Schubert, nachdem Bayern-Coach Carlo Ancelotti eineinhalb Stunden vorher Gladbachs "starke Konter" gelobt hatte. "Wenn wir schlafen, gewinnen wir nicht", sagte der Italiener. Borussia kennt also nicht den Umrechnungskurs zwischen Celtic und Bayern, die Münchner wissen nicht, wie Gladbach im Vergleich zu Eindhoven einzuordnen ist.

Deshalb betonte Schubert das "gute Gefühl", mit dem seine Mannschaft aus Schottland zurückgekehrt sei. Auf das alte "Never change a winning team" wird der 45-Jährige nicht um der Devise willen zurückgreifen. Da von den Verletzten und Kranken nur Fabian Johnson in den Kader zurückkehrt (Raffael, Thorgan Hazard und Andreas Christensen fallen weiter aus), sind seine Rotationsmöglichkeiten ohnehin eingeschränkt.

"Der Sieg bei Celtic ist ja keine Schablone, die wir einfach bei den Bayern anwenden können", erklärte Schubert. Eine Erkenntnis, die auch heute noch wichtig sein wird, hat er trotzdem mitgebracht. "Wenn wir gemeinsam leidenschaftlich verteidigen, ist es nicht leicht, Tore gegen uns zu schießen. Gegen sehr gute Mannschaften gelingt uns das in der Regel sogar besser", sagte er. Die Gewissheit, dass der FC Bayern eine der besten Mannschaften Europas ist, haben er und seine Borussen sowieso. "Es ist das schwerste Spiel der Saison", sagte Lars Stindl. Aber das war seit dem 24. Januar 2014 nie anders, wenn der Gegner Bayern hieß.

Quelle: RP
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