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Borussia Mönchengladbach
Borussia winkt neues Rekordjahr

Borussia-Zeugnis: Christensen war 2015/16 der Beste
Borussia-Zeugnis: Christensen war 2015/16 der Beste FOTO: dpa, jgu kno
Mönchengladbach. Der millionenschwere Xhaka-Deal, via Play-offs in die Champions League, anhaltender Fan-Boom - ein mögliches Verdienstszenario liest sich rosig. Von Stefan Klüttermann

Zwei Umsatzrekorde hat Borussia zuletzt in Folge vermelden können. Erst waren es 130 Millionen Euro für 2014, dann zuletzt 160 Millionen Euro für 2015. 2016 ist zwar noch nicht einmal zur Hälfte rum, aber die Aussicht, dass die Bilanz für das laufende Jahr noch einmal nie dagewesene Zahlen beinhalten wird, ist mit Blick auf die kommenden Monate durchaus gegeben.

Xhaka-Millionen Die 43 Millionen Euro, die als Ablösesumme aus London für Granit Xhaka fließen, sind in jedem Fall der mit weitem Abstand größte Posten, den Borussia jemals über Transfers verbuchen konnte. Die 17 Millionen Euro für Marco Reus von 2012 sind hier der Vergleichsmaßstab. Und selbst wenn man eine Weiterverkaufsbeteiligung an den FC Basel in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro sowie einen bilanziellen Restwert Xhakas (dessen ursprünglicher Vertrag lief ja bis 2019) auf die 43 Millionen Euro anwendet, bliebe es bei einem Rekordposten in der Bilanz. Und da an dieser Stelle nur die Ertragsseite beleuchtet werden soll, ist es auch unerheblich, wieviel von der Rekord-Ablösesumme letztlich in Zugänge investiert wird.

Champions-League-Einnahmen Der Weg in die Königsklasse wird schwierig, weil er über die Play-offs führt und die Wahrscheinlichkeit derzeit groß ist, dass Gladbach zu den ungesetzten Teams der Auslosung am 5. August zählt. Damit sich das ändert, müssten in den vorgeschalteten Quali-Runden aus dem Trio Schachtjor Donezk, Ajax Amsterdam und RSC Anderlecht - alles Teams mit einem höheren Uefa-Koeffizienten als Borussia - zwei auf der Strecke bleiben. Im ungünstigsten Szenario befindet sich Gladbachs Play-off-Gegner unter diesen fünf Klubs: Manchester City, FC Porto, FC Villarreal, Donezk und Amsterdam.

Fest steht indes: Sollte Borussia die Play-offs überstehen, zahlt die Uefa allein dafür erst einmal zwei Millionen Euro. Diese zwei Millionen plus die Einnahmen des ob des anhaltenden Fan-Booms wahrscheinlich ausverkauften Play-off-Heimspiels (angesetzt mit ~2,3 Millionen Euro) ergäben schon mal 4,3 Millionen Euro, die Borussia im ersten Champions-League-Jahr 2015 nicht hatte, weil sie ja direkt für die Gruppenphase qualifiziert war. Selbst wenn Borussia dann in der anstehenden Gruppenphase 2016 nicht an die fünf Punkte des Vorjahres herankäme (gut gefüllte drei Heimspiele in der Gruppenphase angenommen), dürften die Einnahmen von knapp 30 Millionen Euro aus Uefa-Prämien, Zuschauereinnahmen und TV-Geldern übertroffen werden.

DFB-Pokal-Einnahmen Man kalkuliert bei Borussia im DFB-Pokal traditionell ohnehin stets konservativ nur mit den Einnahmen aus der ersten Runde. Aber auch als Vergleichsmaßstab zum Rekordumsatzjahr 2015 steht mit dem Erreichen des Achtelfinales und dem bitteren 3:4 gegen Werder Bremen im vergangenen Dezember kein unmöglich zu übertreffendes Szenario für die kommende Saison.

Und der neue Co-Sponsor ZTE wird sicherlich auch nicht gratis bei Borussia einsteigen.

Quelle: RP
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