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Borussia Mönchengladbach
Wo man Neymar trifft - und andere Tipps

Borussia und Barcelona im Zahlenvergleich
Borussia und Barcelona im Zahlenvergleich
Mönchengladbach. Der FC Barcelona kommt in die Stadt - um die Stars zu sehen, braucht man aber viel Glück. Wo die spanischen Fans erwartet werden und wie teuer jetzt noch Tickets sind. Von Ludwig Krause und Karsten Kellermann

Die gute Nachricht vorweg: Eine der größten Fußballmannschaften der Welt kommt in die Stadt. Die weniger gute: In Mönchengladbach dürfte man kaum etwas von ihr sehen. Lionel Messi hat schon frühzeitig verletzungsbedingt abgesagt - die Chancen, hier ein Autogramm aus den Reihen der immer noch sehr prominent besetzten Kickertruppe rund um Stürmerstar Neymar zu ergattern, sind aber ebenfalls verschwindend gering. Ein wenig mehr Hoffnung besteht da schon in Neuss oder Düsseldorf.

Die Mannschaft soll heute gegen 12.15 Uhr mit einer Charter-Maschine auf dem Düsseldorfer Flughafen landen. Von dort dürfte es direkt in das Hotel gehen, Informationen unserer Redaktion zufolge das Swisshotel in Neuss. Wer darauf spekuliert, die Stars einmal hautnah zu treffen, dürfte entweder am Flughafen oder vor dem Hotel die größten Chancen haben - wenn man von groß überhaupt sprechen kann. Die Fußballer sind in der Regel perfekt abgeschirmt, sollen mit einem Tross von mehr als 250 Menschen anreisen, die größte Delegation der Champions League. Zum Vergleich: Bei Borussia Mönchengladbach sind es etwa 50 Menschen auf internationalen Auswärts-Reisen.

Barcelona-Trainer Luis Enrique bringt zur Pressekonferenz um 18 Uhr Marc-André ter Stegen mit, der große Rest der Mannschaft rückt dann um 19 Uhr zum nicht öffentlichen Training im Borussia Park an. Am Stadion dürften die Kicker aber kaum Zeit für Fans haben. Am Abend treffen sich die Offiziellen der Vereine zum Essen, was sich die Borussen als Gastgebergeschenk ausgedacht hat, ist schon durchgesickert: Kunst aus Büttenpapier mit eingeprägter Raute.

Wen man ab spätestens Mittwoch auf jeden Fall in der Mönchengladbacher Innenstadt trifft, das sind die spanischen Fans. Die gelten im Vergleich zu deutschen allerdings als deutlich weniger reisefreudig, der Verein hat nicht einmal das Kontingent von 2300 Karten ausgeschöpft. Die Polizei erwartet 1400 Barcelona-Fans in der Stadt, davon kommen etwa 600 aus Spanien und 800 aus Deutschland, Probleme mit ihnen erwarte man aber nicht. Zentrale Fan-Treffpunkte soll es auch nicht geben, die Ordnungskräfte rechnen damit, dass sich die Fan-Gruppen in der Innenstadt verteilen, vor allem wohl aber im Bereich des Alten Marktes.

Auch wenn das Interesse der spanischen Anhänger scheinbar noch ausbaufähig ist - der Andrang der internationalen Presse ist riesig. 400 Medienvertreter sind akkreditiert, 50 weitere mussten abgewiesen werden. Alleine 70 (ohne Fernsehsender) reisen nur zur Berichterstattung über den FC Barcelona an, fünf TV-Stationen und vier spanische Radiosender senden live vom Spiel - letztere mit 4,5 Stunden Programm. Am Rande des Fußballfeldes gibt es zwölf Plätze für TV-Interviews und -Übertragungen.

Offiziell sind Karten für das Spiel längst ausverkauft - die Preise auf dem Zweitmarkt lagen gestern je nach Kategorie zwischen 400 und 1400 Euro. Allerdings warnt die Borussia eindringlich davor, diese Tickets zu kaufen. Die Gefahr sei groß, auf Betrüger hereinzufallen und trotz horrender Preise keinen Platz im Stadion zu ergattern. Übrigens: Eine besondere Choreographie der Borussen sei nicht geplant, wie es von Fanvertretern heißt.

Gute Chancen hat, wer sich noch mit den passenden Fanartikeln zum Spiel eindecken möchte. Im Borussia-Shop gibt es pünktlich zur Partie den Schal mit den Logos der beiden Teams - oder das entsprechend gravierte Altbierglas. Na dann, Prost: Morgen, 20.45 Uhr, ist Anstoß. Im doppelten Sinne.

Quelle: RP
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