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Borussias Torwart
Sommer fühlt sich fit für Dortmund

Das ist Yann Sommer
Das ist Yann Sommer FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Gladbachs Nummer eins ist am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen. Zwar machte er noch nicht alles mit, sagte aber, er fühle sich gut. Abwehrspieler Matthias Ginter fordert vor dem Heimspiel gegen seinen Ex-Klub die Fokussierung auf die eigenen Stärken. Von Georg Amend

Nach einer knappen Stunde ist für Yann Sommer am Mittwochvormittag die individuelle Trainingseinheit beendet – die Borussen wollen bei ihrer Nummer eins kein Risiko eingehen, der kleine Muskelfaserriss im Adduktorenbereich soll komplett ausheilen. Während also die Torhüter-Kollegen Tobias Sippel und Moritz Nicholas noch weiter die Schüsse von Torwart-Trainer Uwe Kamps abwehren, geht Sommer vom Platz. Das ist aber eine reine Vorsichtsmaßnahme, versichert der Schweizer: "Ich bin fit und fühle mich gut, ich habe keine Einschränkungen mehr", sagt Sommer.

In der Partie bei Eintracht Frankfurt hatte er nach 17 Spielminuten beim Stand von 0:0 das Tor räumen müssen, da und in den beiden folgenden Partien gegen Leipzig und Stuttgart hatte Sippel ihn vertreten. Der Ersatzmann machte seine Sache zwar ordentlich, doch Borussia kassierte drei Niederlagen mit 0:4 Toren.

"Wir wissen, dass zuletzt nicht alles gut funktioniert hat", sagte Sommer am Mittwoch. Was die Erkenntnisse aus der internen Analyse waren, wollte der 29-Jährige gar nicht so sehr in den Vordergrund stellen: "Wir wollen gar nicht so sehr zurückschauen, sondern nach vorne, und da erwartet uns am Sonntag ein guter Gegner. Dortmund ist eine große Herausforderung, aber wir wollen ein gutes Heimspiel zeigen und gewinnen", sagte Sommer, der dann vermutlich wieder im Borussen-Tor stehen wird, sollte er bis dahin keinen Rückfall erleiden.

Ebenfalls geschont im Vormittagstraining wurden Raffael und Jannik Vestergaard, die nicht mit den anderen auf dem Platz standen, sondern sich im Kraftraum betätigten. Dafür war Laszlo Bénes erneut voll im Mannschaftstraining, auch wenn der Slowake ein blaues Leibchen trug, um zu kennzeichnen, dass er nach seinem Mittelfußbruch noch nicht wieder mit aller Härte angegangen werden darf. Auch beim 20-Jährigen, der in dieser Saison erst 27 Minuten spielen konnte, wird Borussia nach fünfmonatiger Verletzungspause sicher kein Risiko eingehen, so dass es unwahrscheinlich ist, dass er bereits gegen Dortmund wieder eingesetzt wird.

Dagegen ist Matthias Ginter am Sonntag in der Innenverteidigung gesetzt. Der 24-Jährige sagte vor dem Duell mit seinem Ex-Klub, der am Donnerstag noch in der Europa League im Einsatz sein wird: "Dass der BVB noch unter der Woche spielt, ist für uns kein Nachteil, aber letzten Endes liegt es an uns. Sicher habe ich noch zu dem ein oder anderen Kontakt, aber wie ich schon oft gesagt habe, fühle ich mich bei Borussia sehr wohl und schaue nur auf Gladbach."

Und da hatte es nach den jüngsten drei Niederlagen ohne eigenen Treffer einiges gegeben, worauf es kritisch zu schauen galt. "Wir arbeiten immer die Spiele auf", sagte Ginter. "Wir wissen, woran es gelegen hat. Wir müssen mehr machen, gerade mit Ball, und uns mehr Chancen herausspielen als gegen Stuttgart zuletzt. Dafür müssen wir hart arbeiten, und es braucht auch wieder ein bisschen Glück. Wir wollen auf jeden Fall unsere Negativ- und Torlos-Serie beenden", sagte der Abwehrmann, der in dieser Saison selbst schon viermal getroffen hat.

Dass es in Internetforen und Sozialen Medien aufgrund der Niederlagenserie ohne eigenen Treffer rumort, weiß Ginter, er betonte aber: "Das ist nicht wichtig, das dürfen wir nicht an uns herankommen lassen. Wir müssen als Mannschaft zusammenstehen und dürfen uns nicht von Negativmomenten beeinflussen lassen." Generell forderte Ginter: "Wenig reden, sondern machen. Wenn wir kein Tor schießen, können wir kein Spiel gewinnen. Deshalb müssen wir uns als Mannschaft unsere Chancen hart erarbeiten."

 
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