| 22.23 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Schubert kann auch Pokal

Borussia Mönchengladbach zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein
FOTO: afp, pst/dg
Gelsenkirchen. Borussia Mönchengladbach hat ihre Erfolgsserie unter Interimstrainer André Schubert auch in den DFB-Pokal mitgenommen. Nach dem 2:0 beim FC Schalke 04 stehen die Gladbacher im Achtelfinale. Es war Borussias sechster Sieg im achten Pflichtspiel unter Schubert. In den nationalen Wettbewerben, Bundesliga und Pokal, gab es nur Erfolge. Von Stefan Klüttermann

Immerhin zwei komplette Tage hatten die beide Teams seit ihrem letzten Aufeinandertreffen ohne einander auskommen müssen. Doch viel mehr als die Paarung war an Gemeinsamkeiten zum Gladbacher 3:1 vom Sonntagabend in der Bundesliga gestern nicht mehr zu finden. Waren da die Borussen über weite Strecken das aktivere, kreativere Team gewesen, schafften es nun die Schalker, auch ohne den nach seinem brutalen Foul an André Hahn für fünf Spiele gesperrten Johannes Geis, Spiel und Gegner ihre Spielweise aufzudrücken. Entweder suchten und fanden sie über den agilen Max Meyer Räume und Lücken, oder sie suchten jede sich bietende Chance, um über hohe Flanken ihre Lufthoheit ausspielen zu können. Beides stellte die Gladbacher in der ersten Hälfte vor ungewohnt große Probleme.

Die Borussen sahen sich so zumeist in der Defensive und mussten sich bei ihrem Schweizer Torhüter Yann Sommer bedanken, dass sie nicht früh und nachhaltig in Rückstand gerieten. Denn Sommer parierte sowohl gegen Klaas-Jan Huntelaar als auch dessen Sturmkollegen Franco di Santo, als diese alleine vor ihm auftauchten. Huntelaar hatte zudem Pech mit einem Pfostentreffer, und auch einige Kopfbälle verfehlten nur knapp ihr Ziel.

Stindl nutzt Matip-Patzer eiskalt aus FOTO: dpa, gki jhe

Die zuletzt fünfmal in Serie in der Liga siegreichen Gäste ließen zunächst dagegen vieles vermissen, was sie zu eben diesen fünf Siegen geführt hatte: Ruhe am Ball, sicheres Kombinationsspiel, cleveres Zweikampfverhalten und Handlungsschnelligkeit – all dies war bei Schuberts Truppe nur in minimalen Ansätzen erkennbar.

Doch genau diese schwachen Borussen gingen wie aus dem Nichts heraus mit 1:0 in Führung. "Initiator" dieser Szene war dann auch letztlich Schalkes Innenverteidiger Joel Matip, der ausrutschte und Torschütze Lars Stindl so den Weg frei machte zu dessen überlegtem Abschluss. Michael Gspurning, ein 34-jähriger Österreicher, der für den kranken Ralf Fährmann im Schalker Tor stand und im Mai sein letztes Pflichtspiel für die U23 absolviert hatte, war chancenlos. Stindl bildete in Abwesenheit des grippekranken Raffael mit Zehn-Millionen-Euro-Neuzugang Josip Drmic das Sturmudo – allerdings nur 45 Minuten lang, dann war für den wieder schwachen Drmic Dienstschluss.

Stindl dagegen blieb natürlich auf dem Feld, und er blieb äußerst produktiv: Kurz nach Wiederbeginn holte er nämlich einen Elfmeter heraus, als Gspurning ihn zu Fall brachte. Thorgan Hazard behielt die Nerven und brachte Borussia 2:0 in Front. Spätestens jetzt hatte Gladbach die Art von Spiel, die es wollte, denn jetzt bekam das Team die Räume, die es zum Kontern haben wollte. Ibo Traoré hätten einen dieser Konter zum 3:0 abschließen müssen, schoss aber neben das Tor.

Hazard verwandelt Elfmeter auf Schalke FOTO: dpa, gki jhe

"In der ersten Halbzeit hatten wir viel zu tun, weil es Schalke gut gemacht hat. Da hat uns ein überragender Yann Sommer vor dem Rückstand bewahrt. Aber in der zweiten Hälfte haben wir uns den Sieg verdient", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl nach der Partie.

So blieben die Schalker im Spiel. Aber außer Härte und Aggressivität fiel den Hausherren nicht mehr viel ein, was die Gladbacher vor größere Probleme gestellt hätte. Einmal noch musste Sommer gegen Huntelaar retten, aber das war es dann auch schon mit nennenswertem Aufbäumen. Geis' Fehlen als Lenker machte sich in dieser Phase des Spiels besonders bemerkbar. Während Gladbach unter Schubert weiter erfolgreich ist, hat der e Schalker Saisonstart nach den zwei Niederlagen gegen die Borussen doch einige Kratzer bekommen.

Quelle: RP
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