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Borussia Mönche
Hahn: "Es ist ein Spiel, das uns großen Mut gibt"

Borussia Mönchnegladbach: Remis in Lepzig macht André Hahn Mut
André Hahn jubelte nach dem Spiel mit dem "Traditionsverein"-Schal der Fans. FOTO: dpa, hsc hak
Leipzig. Die Borussia kann auf fremden Platz zwar wieder einmal nicht gewinnen, doch André Hahn wertet das 1:1 bei RB Leipzig positiv. Von Stefan Klüttermann

Am Ende feierten die Borussen das 1:1 von Leipzig fast so, wie eine Mannschaft ein spätes Unentschieden auf fremdem Platz bejubelt, das ihr das Weiterkommen im Europapokal beschert hat. Aber das war es ja nicht, es war ja nur ein Ligaspiel, und es war ja kein Sieg, es bleibt also bei einem einzigen in der Ligafremde in den letzten 13 (!) Versuchen. Besonders ein Borusse ließ sich die Freude an diesem Abend aber von niemandem verderben: André Hahn.

"Für uns war es wichtig, endlich mal dagegenzuhalten und zu zeigen, dass wir nicht nur fußballerisch stark sind, sondern auch kämpfen können. Das ist uns heute sehr, sehr gut geglückt", sagte der 26-Jährige. Es sprudelte dabei förmlich aus ihm heraus, wie froh er war, dass die Kollegen und er bei RB etwas Zählbares mitgenommen hatten, weil sie André-Hahn-like gespielt hatten, also frei nach der Devise "Wenn spielerisch nichts geht, dann hauen wir eben so alles rein, dass es reicht!" Das war aber auch der große Widerspruch dieses Abends, dass die Borussen froh darüber waren, nicht das versucht zu haben, was sie sonst stark macht, also den Kombinationsfußball.

"Wir wussten ja, wie sie uns versuchen würden zu schlagen, einfach, indem sie uns den Schneid abkaufen", sagte Hahn, der wie seine Mitspieler wahrlich kein berauschendes Spiel abgeliefert hatte. Eigentlich war es sogar ziemlich mau, aber man hatte Leipzig eben auf "mau" heruntergekämpft und sich so der eigenen Ansicht nach diesen Punkt am Ende auch verdient. "Es ist ein Spiel, das uns großen Mut gibt", fand Hahn sogar. "Das mit dem Dagegenhalten ist uns gegen vermeintlich kleinere Gegner ja oft nicht so gut geglückt." Diesmal glückte es also, auch weil Borussia es eben gar nicht darauf anlegte, - wie bei der Niederlage in Freiburg – ausnahmslos spielerisch zum Erfolg zu kommen. In Leipzig waren auch lange Bälle, waren zweite Bälle und unzählige Zweikämpfe Trumpf. "Wir hatten ja keine Wahl. Aber ich finde, das mit den langen Bällen war ein sehr guter Ansatz", sagte Hahn. Trainer André Schubert war jedenfalls froh, dass seine Mannschaft auch mal die Brechstange aus dem Keller geholt hatte. "Wir müssen uns immer damit auseinandersetzen, wie der Gegner spielt und darauf eine gute Antwort finden", sagte er.

Das 1:1 sahen sie im Borussen-Land dann letztlich irgendwie alle als gute Antwort. Auch wenn es die Frage nicht beantworten konnte, wie es dauerhaft besser werden soll mit der Punktausbeute in der Fremde. Aber das wäre dann wohl der nächste Schritt. Der erste war erstmal dagegenhalten und nicht verlieren. Im André-Hahn-Stil, eben.

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