| 19.22 Uhr

Fürth - Gladbach 2:4
Borussia ringt dezimierte Fürther nieder

Bundesliga 12/13: Wendt verschuldet Elfer – und trifft
Bundesliga 12/13: Wendt verschuldet Elfer – und trifft FOTO: dpa, Daniel Karmann
Fürth. Mit Köpfchen zum Sieg: Dank drei Kopfballtoren hat sich Borussia Mönchengladbach bei Aufsteiger Greuther Fürth den Weg zum 600. Sieg in der eigenen Bundesliga-Geschichte geebnet. Von André Schahidi

Trotz fast 80-minütiger Unterzahl taten sich die Schützlinge von Trainer Lucien Favre beim Aufsteiger jedoch schwer – und drehten die Partie erst durch zwei frühe Treffer nach der Pause zum letztlich nicht unverdienten 4:2-Sieg.

Wechselbad der Gefühle

Die Gladbacher mussten jedoch lange um den Erfolg zittern. Erst als Patrick Herrmann nach fast einer Stunde seine Freude über Borussias ersten Führungstreffer des Abends vor dem Gladbacher Fanblock herausschrie, beruhigten sich die Nerven ein wenig. Zuvor erlebten die Borussen – teilweise durchaus selbst verschuldet – ein Wechselbad der Gefühle.

Keine zehn Minuten waren nämlich in der trotz der Heimschwäche der Gastgeber (erst ein Heim-Punkt in der laufenden Saison) ausverkauften Trolli-Arena gespielt, als die Gäste bereits einem Rückstand hinterherliefen. Fürths Altstar Gerald Asamoah tanzte Borussias Linksverteidiger Oscar Wendt an der Strafraumgrenze aus, der schwedische Vertreter von Kapitän Filip Daems wusste sich nur mit einem Foul zu helfen: Elfmeter. Bernd Nehrig verwandelte trocken in die Tormitte.

Wendt macht Fehler wett

Doch nur eine Minute nach dem Führungstreffer schien die Partie wieder in Richtung der Borussen zu kippen. Ausgerechnet der Ex-Gladbacher Thomas Kleine stoppte als letzter Mann den schnellen Patrick Herrmann am Strafraum – und durfte frühzeitig duschen gehen. Und weil Oscar Wendt nach nur 22 Minuten seinen Fehler vor dem 0:1 mit einem wunderbaren Kopfballtor wieder ausglich, wirkte Borussia fortan wie auf Rosen gebettet.

Die Niederrheiner schnürten in Überzahl eine Schlinge um das Tor der Gastgeber – vergaßen jedoch, diese zu zu ziehen. Trotz erdrückender Dominanz erspielte sich Borussia kaum gute Torchancen. Zu ungenau waren vor allem die Anspiele in die Spitze.

Fürth machte es sich derweil rund um den eigenen Strafraum gemütlich, kämpfte aufopferungsvoll und setzte vorne nur noch auf Konter. Wenige in der Anzahl, aber dennoch gefährlich: Weil die komplette Gladbacher Hintermannschaft kurz vor der Pause offensichtlich mit dem Kopf bereits in der Kabine war, gingen die Kleeblätter etwas schmeichelhaft wieder in Führung. Der agile Asamoah spielte eine wunderbare Flanke auf Edgar Prib, der Fürther Publikumsliebling nahm den Ball mit der Brust und schoss ihn trocken ins lange Eck.

Gladbach kommt erneut nach Rückstand zurück

Die Freude über die Führung hielt jedoch kaum mehr als die 15 Pausenminuten. Die Gladbacher, die zuletzt schon in Hannover und Marseille einen Rückstand umbiegen konnten, schlugen früh zurück. Einen von Mike Hanke verlängerten Eckball köpfte Martin Stranzl nach nur zwei Minuten zum Ausgleich ins Netz, dann folgte das nächste Kopfballtor durch Patrick Herrmann nach einer Flanke von Lukas Rupp. Bei beiden Treffern sah Fürths Torhüter Max Grün nicht gut aus.

Das Spiel endete, wie es angefangen hatte: Mit einem Elfmeter und einem Platzverweis. In der Schlussminute berührte Milorad Pekovic eine Flanke von Peniel Mlapa mit der Hand, flog mit Gelb-Rot vom Platz – und Thorben Marx setzte mit dem verwandelten Elfmeter, dem ersten der Borussen in dieser Bundesliga-Saison, den Schlusspunkt.

(sid/areh/csi/can)
 
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