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Borussia Mönchengladbach
Borussia startet mit fünf Spielen in 16 Tagen

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Bilder: FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) spielt Gladbach im Pokal in Homburg. Danach geht es bis Ende des Monats Schlag auf Schlag. Von Stefan Klüttermann

Am Samstag hat das Warten ein Ende. Borussia startet mit dem Pokalspiel in Homburg in die neue Saison. Dass es eine Spielzeit mit der Dreifachbelastung aus Bundesliga, Pokal und Europacup werden würde, wissen sie in Gladbach schon seit Mai, doch wie sich der Tanz auf drei Hochzeiten praktisch anfühlt, wird das Team von Lucien Favre nun bis Ende des Monats erfahren, wenn es binnen 16 Tagen fünf Partien in drei Wettbewerben absolviert. Es ist ein Start, der dazu taugt, Borussias weiteren Saisonverlauf in grobe Bahnen zu lenken – positiv wie negativ. "Wir sind bereit. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt", sagt Favre. "Wir beginnen mit Englischen Wochen, das ist klar. Hoffen wir, dass es so weiter geht."

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Dieses "weiter gehen" definiert sich dabei ganz simpel in einem Weiterkommen im Pokal, einer Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League und einem guten Start in die Bundesliga. Die Pokal-Hürde Homburg wollen sie als erste nehmen. Vom Papier her ist Favres Elf gegen den Regionalligisten klarer Favorit, aber das war sie vor einem Jahr beim damaligen Drittligisten Darmstadt 98 auch, und am Ende stand ein blamables Aus in Runde eins. "Wie schnell man ausscheiden kann, haben wir da gesehen. Als Spieler sollte man nicht den Fehler machen, einen Gegner zu unterschätzen", sagt Verteidiger Tony Jantschke.

Einsatz in Homburg "zu gefährlich" für Kramer

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Dass Favre neben dem erkrankten Max Kruse (Harnleiter-OP) auch auf Weltmeister Christoph Kramer verzichtet, ist indes kein Ausdruck dafür, dass er Homburg auf die leichte Schulter nimmt. Vielmehr verhindert Kramers später Trainingseinstieg nach der WM sein Mitwirken. "Es ist zu früh für ihn, viel zu gefährlich", sagt Favre. Für Kruse wird Branimir Hrgota in die Startelf rücken (Favre: "Wahrscheinlich wird das der Fall sein"), ansonsten gehen selbst die Spieler davon aus, dass ihr Trainer die bestmögliche Elf ins Rennen schickt. "Gerade am Anfang der Saison ist es noch nicht so wichtig, zu rotieren. Wir sind alle fit", sagt Jantschke.

Ein frühes Pokalaus ist immer ein kleiner Imageschaden. Zuallererst aber ist es der Abschied von richtig gutem Geld, das der DFB in seinem ureigenen Wettbewerb inzwischen ausschüttet. Der Gewinner des Finales in Berlin streicht am Ende sechs Millionen Euro an TV- und Vermarktungserlösen ein – Zuschauereinnahmen aller vorigen Runden nicht eingerechnet. In Runde eins bekommt jeder Verein vom DFB rund 110.000 Euro, pro Runde verdoppelt sich der Erlös.

Fotos: Borussia - Athletic Bilbao FOTO: afp, PST/bb/abm

Finanziell lohnenswert ist natürlich auch die Europa League, in der Gladbach zunächst zwei K.o.-Spiele gegen den FK Sarajevo (21. und 28. August) bevorstehen. Zwar veröffentlicht die Uefa die konkreten Verdienstmöglichkeiten erst in 14 Tagen, aber was die deutschen Teilnehmer in der Vorsaison verdienten, ist bekannt: Frankfurt schied im Sechzehntelfinale mit 7,3 Millionen mehr in der Tasche aus, für Freiburg war zwar schon nach der Gruppe Schluss, aber das mit 5,2 Millionen Euro an Verdienst.

Quelle: RP
 
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