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Borussia Möchengladbach
Borussia steht besser da als im Vorjahr

Die Schubert-Tabelle
Die Schubert-Tabelle FOTO: afp, oa-iw
Mönchengladbach. André Schubert setzt auch als Chetrainer seine Erfolgsserie fort. Er holt in acht Spielen 22 Punkte. Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte Borussia zwei weniger. Von Stefan Klüttermann

Dass im Fußball Logik und Vorhersehbarkeit immer mal wieder an ihre Grenzen stoßen, daran hat sich Max Eberl längst gewöhnt. Und so entlockt Borussias kuriose Tal- und Bergfahrt dieser laufenden Spielzeit ihrem Sportdirektor mittlerweile auch nur noch ein müdes Lächeln. "Wenn man es für möglich gehalten hätte, dass wir in den ersten fünf Spielen null Punkte holen, hätte ich auch die Serie danach für möglich gehalten. Von beidem waren wir überrascht, das ist doch klar. In jedem Fall sind 22 Punkte nach 13 Spieltagen ein sehr, sehr guter Schnitt", sagte Eberl nach dem 2:1 gegen Hannover, mit dem sich Borussia im Bereich der Europapokalplätze aktuell ein bisschen einnistet. Ja, die besagten 22 Punkte stellen sogar eine bessere Punkteausbeute da als zum Vorjahreszeitpunkt (20 Zähler nach 13 Spieltagen), als Borussia unter Lucien Favre in deutlich ruhigerem Fahrwasser schiffte.

Favre ist nun indes schon seit acht Bundesligaspielen nicht mehr der Verantwortliche auf der Gladbacher Trainerbank. Der heißt André Schubert, holte in diesen acht Partien 22 von 24 möglichen Punkten und blieb so wie vor ihm nur Udo Lattek in den Goldenen 70ern in seinen ersten acht Partien als Borussen-Trainer unbesiegt. Auch den Wechsel vom Interims- zum Cheftrainer überstand diese Serie unbeschadet, wobei sich Schuberts Lust, immer wieder über seine Gefühlslage in seinem ersten Spiel als Chef zu berichten, am Samstag irgendwann dann auch in überschaubaren Grenzen bewegte. Er tat lieber das, was er so oft tut in diesen Wochen: Er lobt seine Mannschaft. "Wir haben bis zur letzten Sekunde den Willen gezeigt, das Spiel zu gewinnen", sagte er.

Lob für den Trainer übernahmen derweil andere. Wie Eberl, der Schubert erst im Sommer als U23-Trainer geholt und ihn dann die Karrierestufen "Interims" und "Chef" erklimmen ließ. "Natürlich ist er jetzt Cheftrainer und nicht mehr Interimstrainer, aber am langen Ende ist es derselbe Trainer, der mit der Mannschaft arbeitet", sagte Eberl. Und er sagte: "Wir haben Ergebnisse registriert, aber vor allem haben wir die Art und Weise registriert. Die Arbeit von André hat uns dazu bewogen, ihm einen Cheftrainer-Vertrag zu geben, und das hat er heute wieder gezeigt." So attestierte Eberl Schubert in der Schlussphase "intelligent" gewechselt und so den späten Sieg von draußen aus mitverantwortet zu haben.

Dass dieser Sieg gegen überraschend offensivstarke Hannoveraner am Ende auch ein bisschen glücklich zustande kam, nahmen sie in Gladbach ohne zu zögern an. Schließlich sind sich die Verantwortlichen darüber im Klaren, dass ein verletzungsbedingt ausgedünnter Kader – alles, was fit war, stand auch am Samstag im 18er-Kader – nicht Woche für Woche Gala-Auftritte wird vollbringen können. Am Mittwoch hätten sie allerdings nichts dagegen, wenn es wieder einmal einen solchen Gala-Auftritt gibt, wenn es gegen Sevilla im "Endspiel" ums Überwintern im Europapokal geht. "Da können wir uns jetzt drauf freuen", findet Eberl. Diese Vorfreude haben sie sich in Gladbach hart erarbeitet in den vergangenen Wochen.

Quelle: RP
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