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Borussia Mönchengladbach
Borussias Weg nach Berlin führt über Bielefeld

Fotos: Kickers Offenbach - Borussia Mönchengladbach
Fotos: Kickers Offenbach - Borussia Mönchengladbach FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. Das Losglück ist den Borussen hold: Im DFB-Pokal-Viertelfinale treten sie beim Drittligisten Arminia Bielefeld an. Von Karsten Kellermann

Losglück ist Definitionssache. Definiert man es über die Klangfarbe des gegnerischen Namens und über seine Ligazugehörigkeit, so war es Borussia zum zweiten Mal in Folge hold. Schon in der vergangenen Runde bekam das Team von Trainer Lucien Favre im DFB-Pokal den tiefstklassigsten Gegner serviert, der im Lostopf war, den Regionalligisten Offenbach.

So war es auch gestern, als die frühere Nationalspielerin Nia Künzer in der Sportschau das Viertelfinale ausloste. Alle großen Namen waren weg, und am Ende war klar: Borussias Weg ins Endspiel nach Berlin führt zunächst mal über Bielefeld. Denn Drittligist Arminia ist der nächste Gegner.

 

Damit erfüllte sich zumindest der B-Wunsch derjenigen Fans, die bei einer Umfrage von RP-Online mitgemacht haben. Ein Heimspiel war die erste Präferenz, alternativ sollte es bitte Bielefeld sein. Voilá, es ist so gekommen.

Den letzten Vergleich mit den Arminen gab es vor sechs Jahren. Im April 2009 trennten sich beide Klubs im Bundesligaspiel 1:1. Es war eines von acht Remis, die in der Gesamtstatistik stehen. 22 Gladbacher Siege finden sich zudem, und sieben Niederlagen. Auf der Bielefelder Alm, wo aufgrund der Drittklassigkeit der Arminen auch das Pokalspiel ausgetragen wird, siegte Borussia neunmal, viermal gab es keinen Sieger, fünfmal war Arminia erfolgreich. Der letzte Bielefelder Erfolg ereignete sich im März 2003, damals gab es ein 4:1, Borussias Trainer war Ewald Lienen.

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Im Pokal-Wettbewerb ist es der dritte Vergleich der Borussen mit Bielefeld. 2008 reisten sie dorthin, der Gegner war indes nicht Arminia, sondern Fichte, das in Runde eins 8:1 besiegt wurde. Gegen den Arminen spielten die Gladbacher in der zweiten Pokalrunde der Saison 1983/84. Es gab daheim ein 3:0 gegen den damaligen Erstliga-Konkurrenten, für den die Ex-Borussen Wolfgang Kneib und Horst Wohlers spielten. Eines der drei Tore erzielte ein gewisser Lothar Matthäus.

Der spielte im weiteren Verlauf des Wettbewerbs noch eine tragische Rolle. Borussias Weg führte tatsächlich über Bielefeld ins Finale, das jedoch war in Frankfurt. Dort passierte Matthäus sein berühmter Elfmeter-Fehlschuss gegen die Bayern, zu denen er hernach wechselte. Ein erneutes Finale gegen die Bayern, die nun in Leverkusen spielen, ist theoretisch möglich. Doch zwischen Bielefeld und Berlin liegen für Borussia nicht nur rund 400 Kilometer, sondern mindestens noch 180 Minuten. Die ersten 90 gibt es in Bielefeld. Borussia geht als großer Favorit ins Spiel. Losglück ist immer auch eine Bürde. In Offenbach kam Borussia damit gut zurecht.

Quelle: RP
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