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Borussia Mönchengladbach
Christoph Kramer soll aus Bochum kommen
Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer soll aus Bochum kommen
Christoph Kramer räumt im Mittelfeld auf. FOTO: dpa, te fdt
Fussball. Der Mittelfeldspieler soll für zwei Jahre von Bayer Leverkusen ausgeliehen werden. Auch Leon Goretzka steht weiter im Fokus. Von André Schahidi

Borussias zweiter Zugang für die kommende Saison (nach Max Kruse) steht offenbar schon fest. Christoph Kramer soll für zwei Jahre vom VfL Bochum an den Niederrhein kommen. Der 22-Jährige, der von Bayer Leverkusen an den Zweitligisten ausgeliehen wurde, soll nun erneut verliehen werden – und zwar an die Borussia. Im Gespräch ist eine Leihgebühr von 300.000 Euro, ob Borussia auch eine Kaufoption erhält, ist bislang nicht bekannt.

"Die Verhandlungen laufen noch. Man ist insgesamt sehr weit, aber es sind noch nicht alle Unterschriften da", sagt Borussias Sprecher Markus Aretz. Mit dem Spieler hat sich der Verein offenbar bereits geeinigt. Das Geschäft soll jedoch von vornherein nur temporärer Natur sein: Kramer hatte seinen Vertrag beim Champions-League-Teilnehmer Leverkusen erst kürzlich um zwei Jahre bis 2017 verlängert. Und Leverkusen gab unlängst Benfica Lissabon einen Korb – der portugiesische Spitzenklub wollte das Talent nur kaufen, nicht ausleihen.

Der Mittelfeldspieler, der aus der Jugend von Fortuna Düsseldorf zu Bayer Leverkusen wechselte, spielte die vergangenen zwei Jahre für den VfL in der 2. Bundesliga und absolvierte dort 61 Spiele, in denen er vier Treffer erzielte. Nun soll der nächste Schritt eine Liga höher gemacht werden. Da kommt den Borussen natürlich zugute, dass sie einen ausgezeichneten Ruf haben, was Nachwuchs- und Talentförderung angeht. Der gebürtige Solinger ist im zentralen Mittelfeld zu Hause – dort, wo nach dem wahrscheinlichen Abgang von Tolga Cigerci ein Platz im Kader frei wird. Der Deutsch-Türke wird, wie bereits berichtet, wohl zurück nach Wolfsburg wechseln – die Vereine konnten sich nicht über eine Ablöse einigen.

Ein weiterer Bochumer steht weiterhin im Fokus der Borussen. Leon Goretzka – doch da ist Sportdirektor Max Eberl mit seinem Interesse nicht allein. Der 18-Jährige, der in dieser Saison vier Tore in Liga Zwei erzielte und fünf weitere vorbereitete, gilt als Juwel – dementsprechend groß ist das (inter-)nationale Interesse. Da reicht nicht nur die gute Perspektive für junge Spieler bei den Borussen – im Falle Goretzkas müsste wohl auch eine ordentliche Geldsumme Richtung Ruhrpott fließen. Der kolportierte Marktwert des Bochumers beträgt rund vier Millionen Euro.

Bis zum Trainingsstart am 24. Juni wollte Eberl eigentlich alle Transfers für diesen Sommer getätigt haben – das war der Plan. Auf den Sportdirektor warten nun ein paar heiße Wochen.

Quelle: RP/can/csi