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Borussia Mönchengladbach
Eberl plant die neue Borussia
Bundesliga 12/13: Heynckes feiert Abschied in Gladbach
Bundesliga 12/13: Heynckes feiert Abschied in Gladbach FOTO: dpa, mb hak
Mönchengladbach. Max Eberl bastelt am Kader für die neue Saison. Und der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach hat ein Ziel. Möglichst will er die Planungen bis zum 24. Juni, wenn die Borussen wieder mit dem Training beginnen, abgeschlossen haben. Von Karsten Kellermann

Eberl und Trainer Lucien Favre haben den Plan für die nähere Zukunft längst verabschiedet, nun sucht Eberl die Spieler, mit denen er das aktuelle Aufgebot "punktuell verbessern" will, um den Plan möglichst gut umsetzen zu können.

Klar ist: Mike Hanke geht und wird künftig für den SC Freiburg spielen. Das teilte der 29-Jährige auf seiner Facebook-Seite mit. Der Sportclub setzt auf die Erfahrung des Stürmers, auch für den internationalen Wettbewerb. Den verpasst der bisherige Freiburger Max Kruse, weil er Hankes Nachfolger in Gladbach wird. "Ein bis drei Positionen" kann Kruse im Angriff spielen, weiß Max Eberl, der 2,5 Millionen Euro für den 25-Jährigen zahlt.

Nun sucht er einen ebenso variablen Spieler für das Mittelfeld. Denn dort wird mit Tolga Cigerci einer wegfallen. Die Verhandlungen mit Wolfsburg wurden jedenfalls abgebrochen. Namen werden reichlich gehandelt: Christoph Kramer (22) könnte für zwei Jahre von Bayer Leverkusen ausgeliehen werden. Auch Leon Goretzka (18, VfL Bochum), dem gigantisches Potenzial nachgesagt wird, Moritz Leitner (20, Borussia Dortmund), von dem Lucien Favre sehr schwärmte, und Raphael Holzhauser (20, VfB Stuttgart) sollen Kandidaten sein. All diese Spieler seien "interessant". Und sie alle erfüllen das Anforderungsprofil: Sie sind jung, gelten als laufstark und passsicher, haben eine gewisse Erfahrung, aber noch Entwicklungspotenzial. Kramer ist eher ein "Sechser", die anderen sind offensiver ausgerichtet, "zwischen Acht und Zehn", sagt Eberl. "Fix ist aber noch nichts. Es gibt klare Ideen, aber es müssen sich eben immer drei Parteien einigen", sagt der Manager. Auch das Thema Raffael ist noch nicht abgehakt.

Eberl wird längst nicht so viel ausgeben können wie 2012, als er durch die Verkäufe von Marco Reus (17,5 Millionen Euro) und Dante (4,7 Millionen Euro) viel Geld zur Verfügung hatte. Weswegen Eberl nun Spieler sucht, die flexibel einsetzbar sind – auch aus dem eigenen Nachwuchs. "Kreativ denken" nennt er das. So ist geplant, dass Mittelfeldspieler Kevin Holzweiler, der bislang zum Kader der U 19 gehört, aber beim Testspiel in Duisburg schon bei den Profis mitmachen durfte, einen Profivertrag erhält.

Quelle: RP/rl/jco