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Borussia Mönchengladbach
Eberl: "Wir wollen frisches Blut ins Team holen"
Das ist Max Eberl
Das ist Max Eberl FOTO: dpa, Andreas Gebert
Mönchengladbach. Borussias Sportdirektor Max Eberl spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Planungen für die neue Saison und das Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Live-Ticker) in Frankfurt.

Herr Eberl, Sie sprechen nicht gern von richtungsweisenden Spielen. Dennoch: Das Spiel bei Eintracht Frankfurt ist mit Blick auf das Rennen um die Europapokal-Ränge nicht unwichtig.

Eberl Mit Leverkusen und Dortmund haben wir zuletzt zwei Teams aus den Top Drei gespielt. Jetzt spielen wir gegen Mannschaften, die mit uns im selben Punktebereich sind. Da geht es darum, dran zu bleiben. Wir stehen ordentlich da – und haben in diesen Spielen die Möglichkeit, den nächsten Schritt zu gehen.

Sie müssen quasi wieder zweigleisig planen – nur jetzt, anders als in vielen Jahren zuvor, nicht mit Erster oder Zweiter Liga, sondern mit Europapokal oder nicht. Ist die Situation völlig anders?

Eberl Natürlich. Wir haben eine Entwicklung gemacht und wollen diesen Weg weiter gehen – mit dem größtmöglichen Erfolg.

Sie und Trainer Lucien Favre planen schon für die neue Saison. Eine erneute Europapokal-Teilnahme wäre sicher hilfreich, wenn es um neue Spieler geht?

Eberl Je erfolgreicher ein Verein ist, desto interessanter ist er auch für Spieler. Doch es gibt keine Garantie. Wir waren im vergangenen Jahr Vierter und trotzdem sind drei wichtige Spieler gegangen. Aber die Spieler schauen nicht nur auf die Tabelle, sondern auch darauf, welche Struktur und welches Potenzial ein Verein hat. Was das angeht, sind wir interessant. Wir wollen Spieler holen, die mit uns den Weg, den wir eingeschlagen haben, gehen. Das sind keine fertigen Spieler, die bei uns noch den Rahm abschöpfen, sondern Spieler, die Entwicklungspotenzial haben.

Die bekommt man aber auch nicht für 500.000 Euro.

Eberl Das nicht. Aber wir suchen die Nadel im Heuhaufen – gute Spieler mit Potenzial, die zu uns passen.

Mike Hanke und Alexander Ring passen nicht mehr zur Philosophie der Zukunft?

Eberl Es sind zwei Personalien, die wir so entschieden haben. Das heißt nicht, dass sie grundsätzlich nicht mehr zu unserer Philosophie passen. Darauf sollte man nicht alles reduzieren. Wir wollen frisches Blut ins Team holen, Spieler, die dem Team eine neue Richtung geben, die Richtung, die wir uns vorstellen. Das Gros ist seit drei Jahren zusammen und wird es auch bleiben. Darum haben wir auch die Verträge mit Martin Stranzl, Filip Daems, Thorben Marx Havard Nordtveit und Tony Jantschke verlängert. Im letzten Sommer mussten wir uns trotzdem neu orientieren und haben da personell den ersten Schritt gemacht. Jetzt wird der nächste folgen.

Robbie Kruse aus Düsseldorf, Kevin Volland aus Hoffenheim, Schalkes Teemu Pukki oder Raffael, der von Schalke nur ausgeliehen ist, wären Spieler, die passen würden.

Eberl Jeder, der unsere Arbeit verfolgt, kann sich ausmalen, was für Spieler infrage kommen könnten. Wir werden im Sommer Transfers machen, ja. Und es wird in den kommenden Monaten sicherlich reichlich Spekulationen geben, wer zu uns kommt. Aber ich werde grundsätzlich keine Namen kommentieren.

Im März läuft die Kaufoption für Tolga Cigerci aus, der von Wolfsburg ausgeliehen ist. Gibt es eine Tendenz?

Eberl Wir werden uns die Zeit nehmen, uns darüber die nötigen Gedanken zu machen.

Kehrt Igor de Camargo im Sommer zurück?

Eberl Wenn Hoffenheim in der Bundesliga bleibt, bleibt er dort.

Zurück zum Spiel in Frankfurt. Mit einer Leistung wie nach der Pause gegen Dortmund sollte da etwas möglich sein.

Eberl Wir haben in einigen Spielen gezeigt, wozu wir in der Lage sind. In der zweiten Halbzeit gegen Dortmund, aber auch nach der Pause in Hamburg, da dann auswärts. Die Eintracht ist das Überraschungsteam der Liga und spielt sehr gut. Aber an einem guten Tag sind wir in der Lage, mit jedem Gegner mitzuhalten. Wie es Lucien Favre sagt: Wir gehen jedes Spiel so an, um zu gewinnen. Auch in Frankfurt. Aber wir müssen dafür alles abrufen.

Karsten Kellermann führte das Gespräch

Quelle: RP/seeg
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