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Borussia Mönchengladbach
Ein Fußball-Abend mit ganz vielen Wiedersehensgeschichten

Borussia Mönchengladbach: Ein Fußball-Abend mit ganz vielen Wiedersehensgeschichten
Der Ex-Borusse Ewald Lienen rettete den FC St. Pauli. FOTO: Reuters
Mönchengladbach. Beim Länderspiel trifft Patrick Herrmann direkt auf Fabian Johnson, im Pokal bekommt es Borussia mit Ewald Lienens FC St. Paul zu tun. Von Karsten Kellermann

Es gibt Tage, an denen die Fußball-Welt ganz klein ist. Wie am Mittwoch. Erst gab es beim Länderspiel des deutschen Teams gegen die USA in Köln einige Wiedersehensgeschichten und dann auch bei der Pokalauslosung in Reutlingen.

Dass Borussias Flügel Patrick Herrmann und Fabian Johnson beim Treffen des Weltmeisters mit Jürgen Klinsmanns US-Mannschaft Gegner sein würden, war klar. Herrmann spielte von Beginn an und ist somit Borussias 38. Nationalspieler. Er durfte auf dem rechten Flügel stürmen und machte das richtig gut. Freche Soli und tolle Pässe, unter anderem den, den Mario Götze zum 1:0 verwertete. Herrmann war der deutsche Gewinner beim 1:2. Johnson, der beim 4:3 in den Niederlanden noch Rechtsaußen gespielt hatte, war als Verteidiger der Gegenspieler Herrmanns. Sein Team siegte zwar, doch der Borusse fiel wenig auf - und hatte seine liebe Mühe mit dem Kollegen Herrmann.

Der Ex-Borusse Michael Bradley war indes trotz einiger Abspielfehler eine Triebfeder im Spiel der USA. In Köln hat er schon als Borusse immer richtig gut gespielt, bei zwei Derby-Siegen dort war er Torschütze. Nun setzte er mit dem Assist zum 1:1 seine gute Bilanz fort. Ihm machte die Rückkehr an den Rhein Freude.

Freude hätte auch dem SSV Reutlingen ein Wiedersehen mit Borussia gemacht. Beide Klubs waren 1965 Gegner in der Bundesliga-Aufstiegsrunde. Borussia setzte sich damals durch, gegen den SSV gab es ein 1:1 und ein 7:0. Die späte Revanche fällt aber für den SSV aus. Reutlingen bekam für die erste Pokalrunde Karlsruhe zugelost, Borussia reist zum Zweitligisten FC St. Pauli. Trainer der Hamburger ist Ewald Lienen. Der war in Gladbach früher Profi und Trainer. Lienen, der nach wie vor seinen Hauptwohnsitz in Mönchengladbach hat. Ein Gladbacher fordert also Gladbach heraus. Zudem haben Lienen und Borussias Trainer Favre einen guten Draht.

Der FC St. Paul war derweil im Februar 2011 auf gewisse Weise mit dafür verantwortlich, dass Favre Borussen-Trainer wurde. Der Kiez-Klub besiegte die taumelnden Gladbacher 3:1, es folgte die Trennung von Michael Frontzeck. Sportdirektor Max Eberl holte Favre, der rettete Borussia und machte sie zu einem Spitzenteam der Bundesliga. Nach dem letzten Aufeinandertreffen vor vier Jahren war Gladbach gefühlter Zweitligist, nun kommt es als Champions-League-Teilnehmer zurück nach St. Pauli. Ein "geiles" Los für Lienens Klub - und wohl mit das unangenehmste für Gladbach. Es wird sich zeigen, wem dieses Wiedersehen mehr Freude macht.

Quelle: RP
 
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